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Automatische Zeiterfassung für Designer

Nov 19, 2025

Automatische Zeiterfassung für Designer

Soll Ihr Designteam automatische Zeiterfassung oder manuelle Zeiteinträge nutzen? Dieser Leitfaden vergleicht beide Ansätze speziell für kreative Arbeit: Genauigkeit, Datenschutz, kreativer Flow und Best Practices bei der Einführung.


Das Zeiterfassungs-Dilemma für Designer

Design-Agenturen stehen vor einer besonderen Herausforderung: Zeit genau erfassen, ohne den kreativen Flow zu zerstören.

Die Spannung:

  • Kunden verlangen Rechenschaft – Wofür wurde mein Geld ausgegeben?
  • Designer mögen keine Unterbrechungen – Erfassung killt kreativen Schwung
  • Genauigkeit ist nötig – Projektpreise hängen von echten Zahlen ab
  • Kreative Arbeit ist unberechenbar – Design-Zeit passt nicht in starre Kästchen

Die beiden Ansätze:

Automatische Zeiterfassung:

  • Desktop-App läuft im Hintergrund
  • Erfasst Start-/Stopp-Zeiten automatisch
  • Optionale Screenshot-Dokumentation
  • Keine manuelle Eingabe nötig

Manuelle Zeiteinträge:

  • Designer tragen Zeit nach getaner Arbeit ein
  • Volle Flexibilität und Datenschutz
  • Basiert auf Erinnerung und Ehrlichkeit
  • Volle Nutzerkontrolle

Dieser Artikel hilft Ihnen zu entscheiden, was zu Ihrem Kreativteam passt.


Automatische Zeiterfassung verstehen

So funktioniert sie für Designer

Der Ablauf:

9:00 Uhr – Designer öffnet Corcava-Zeiterfassung
        – Wählt Projekt: „Kunde A – Markenidentität“
        – Klickt auf START
        – Beginnt in Figma zu arbeiten

9:00–12:00 Uhr – Arbeit an Logo-Konzepten
                 – App erfasst Zeit im Hintergrund
                 – Optional: periodische Screenshots
                 – Designer wechselt natürlich den Fokus

12:00 Uhr – Designer klickt auf BEENDEN
         – 3 Stunden automatisch erfasst
         – Zeit wird mit Projekt synchronisiert
         – Erscheint auf der Rechnung

Wichtige Funktionen:

1. Präzise Zeiterfassung

Start: 9:04:37 Uhr
Ende: 12:18:22 Uhr
Dauer: 3 Stunden, 13 Minuten, 45 Sekunden
Automatisch gerundet: 3,25 Stunden

Kein Schätzen, keine Rundungsfehler
Exakte abrechenbare Zeit erfasst

2. Projektzuordnung

Zeit wird automatisch verknüpft mit:
- Konkretem Kundenprojekt
- Konkreter Aufgabe (z. B. „Logo-Design“)
- Datum und Zeitraum
- Designer, der die Arbeit ausgeführt hat

Fließt direkt in die Rechnungsstellung

3. Screenshot-Nachweis (optional)

Alle 10 Minuten wird ein Screenshot erstellt mit:
- Geöffneten Anwendungen (Figma, Illustrator usw.)
- Aktuell ausgeführter Arbeit
- Zeitstempel

Zweck: Transparenz für Kunden, Arbeitsnachweis
Datenschutz: Kann deaktiviert oder konfiguriert werden

4. Hintergrundbetrieb

Läuft leise, ohne den kreativen Flow zu stören:
- Keine Popups während der Arbeit
- Keine erzwungenen Pausen
- Keine Unterbrechungen
- Designer bleibt im Flow

Vorteile automatischer Erfassung für Design-Arbeit

1. Maximale Genauigkeit

Manuelle Schätzung: „Das Logo hat so etwa 5 Stunden gedauert“
Automatische Erfassung: „Das Logo hat 7,3 Stunden gedauert“

Differenz: 2,3 Stunden × 150 $/h = 345 $ verlorener Umsatz
Bei 20 Projekten/Jahr: 6.900 $ Unterabrechnung

2. Kein Vergessen

Problem bei manuell: Am Abend an Zeiterfassung denken
Realität: 45-minütiger Kundenanruf vergessen
         1,5 Stunden Überarbeitungen vergessen
         30 Minuten Dateivorbereitung vergessen

Automatisch: Erfasst alles, nichts wird vergessen

3. Transparenz für Kunden

Kunde hinterfragt Rechnung:
- Exakte Zeitprotokolle mit Beschreibungen zeigen
- Optionale Screenshots der Arbeit zeigen
- Nachweisen, dass Zeit tatsächlich angefallen ist
- Vertrauen durch Dokumentation aufbauen

4. Bessere Projektkalkulationen

Historische Daten aus automatischer Erfassung:
- Logo-Designs dauern tatsächlich 12–15 Stunden (nicht 8)
- Website-Startseiten 18–22 Stunden (nicht 15)
- Markenrichtlinien 8–10 Stunden (nicht 6)

Künftige Schätzungen werden treffsicher
Rentabilität verbessert sich

5. Weniger Admin-Zeit

Manuelle Zeiterfassung: 30 Minuten pro Tag
Automatische Erfassung: 2 Minuten pro Tag (nur Start/Stopp)

Ersparnis: 28 Min/Tag × 250 Tage = 117 Stunden/Jahr
Bei 150 $/h = 17.550 $ zurückgewonnene abrechenbare Zeit

Nachteile automatischer Erfassung für Designer

1. Desktop-App nötig

Tracking-Software muss installiert und laufen:
- Mac, Windows, Linux-Kompatibilität
- Daran denken, sie zu starten
- Während der gesamten Arbeit laufen lassen
- Manche Designer lehnen „Überwachung“ ab

2. Datenschutz-Bedenken

Screenshots können invasiv wirken:
- Was, wenn private Tabs offen sind?
- Was beim E-Mail-Check?
- Was ist mit Slack-Unterhaltungen?

Lösung: Screenshots optional machen
Designern erlauben, sensible Aufnahmen zu löschen

3. Erfasst keine Offline-Arbeit

Automatische Erfassung verpasst:
- Skizzen im Notizbuch
- Whiteboard-Brainstorming
- Gespräche ohne geöffneten Rechner
- Recherche weg vom Schreibtisch

Für diese Tätigkeiten manuelle Erfassung nötig

4. Kann wie Mikromanagement wirken

Wahrnehmung der Designer:
„Vertraut ihr mir nicht beim Arbeiten?“
„Werde ich beobachtet?“
„Das fühlt sich kontrollierend an“

Führung muss es richtig rahmen:
- Für Abrechnungsgenauigkeit, nicht Überwachung
- Für Kunden-Transparenz
- Um Projektkalkulationen zu verbessern

Manuelle Zeiteinträge verstehen

So funktioniert es für Designer

Der Ablauf:

Über den Tag: Designer arbeitet an Projekten

Tagesende (oder Wochenende):
- Zeiterfassungssystem öffnen
- Rückrufen, woran gearbeitet wurde
- Geschätzte Zeit pro Aufgabe eintragen
- Eintragen:
  * Projekt: Kunde A
  * Aufgabe: Logo-Design
  * Stunden: 3,5 Stunden
  * Beschreibung: „3 Logo-Konzepte erstellt“
  * Datum: 15. November 2025
- Zeiterfassung absenden

Methoden der Zeiterfassung:

Tägliche Erfassung:

Am Ende jedes Tages:
- Kalender und Notizen durchgehen
- Durchgeführte Arbeit abrufen
- Zeit erfassen, solange Erinnerung frisch ist
- Dauer: 5–10 Minuten

Wöchentliche Stapel-Erfassung:

Freitagnachmittag:
- Gesamte Woche durchgehen
- Versuchen, jeden Tag zu erinnern
- Zeiterfassung für die Woche ausfüllen
- Dauer: 20–30 Minuten
- Genauigkeit leidet unter Gedächtnisverlust

Echtzeit-Notizen:

Über den Tag:
- Notizen zu bearbeiteten Aufgaben führen
- Verbrachte Zeit notieren
- Später ins System übertragen
- Genaueste manuelle Methode

Vorteile manueller Erfassung für Designer

1. Vollständiger Datenschutz

Keine laufende Erfassungssoftware:
- Keine Screenshots
- Keine Aktivitätsüberwachung
- Kein „Big Brother“-Gefühl
- Autonomie der Designer respektiert

2. Flexibilität

Einträge anpassbar:
- Zeit sinnvoll runden
- Ähnliche Aufgaben zusammenfassen
- Über Abrechenbarkeit nachdenken
- Kontrolle über das, was gemeldet wird

3. Erfasst alle Arbeit

Einfach einbeziehbar:
- Skizzen und Brainstorming
- Kundenanrufe und Meetings
- Recherche und Inspiration
- Reisezeit
- Offline-kreative Arbeit

Manuelle Erfassung holt alles, was automatisch fehlt

4. Keine Software nötig

Von überall eintragen:
- Webbrowser
- Mobile App
- Keine Desktop-App nötig
- Funktioniert auf jedem Gerät

5. Team-Akzeptanz

Weniger Widerstand beim Kreativ-Team:
- Wirkt respektvoller
- Vertraut der Integrität der Designer
- Fokus auf Ergebnisse, nicht Überwachung
- Besser für die Agentur-Kultur

Nachteile manueller Erfassung für Designer

1. Abhängig vom Gedächtnis

Genauigkeit nimmt schnell ab:

Tagesende: 85 % genau
Nach 2 Tagen: 70 % genau
Nach 1 Woche: 50 % genau

Designer vergessen schlicht:
- Kleine Aufgaben (15–30 Min jeweils)
- Kurze Kundenanrufe
- Dateivorbereitung
- Überarbeitungsrunden

Ergebnis: Unterabrechnung um 15–25 %

2. Disziplin nötig

Daran denken:
- Täglich (oder wöchentlich) Zeit eintragen
- Ehrlich bei den Stunden sein
- Aussagekräftige Beschreibungen liefern
- Nicht aufschieben

Realität: Designer vergessen es oft oder machen es hastig

3. Versuchung zu „schummeln“

Mögliche Probleme:
- Nach unten runden, um effizient zu wirken
- Nicht abrechenbare Zeit nicht erfassen
- Untererfassen, um die Schätzung zu treffen
- Übererfassen, um den Wert zu rechtfertigen

Ohne automatische Verifizierung braucht es Vertrauen

4. Zeitaufwendig

Overhead bei manueller Erfassung:
- 10–15 Min pro Tag
- 50–75 Min pro Woche
- 40–60 Stunden pro Jahr

Bei 150 $/h = 6.000–9.000 $ Admin-Kosten

5. Schwerer nachweisbar

Kunde hinterfragt Rechnung:
- Keine exakten Zeitstempel zeigbar
- Keine Screenshots als Nachweis
- Basiert auf Aussage des Designers
- Weniger verteidigbare Abrechnung

Vergleich: Automatisch vs. manuell für Design-Arbeit

Genauigkeit

Automatische Erfassung:

Genauigkeit: 95–98 %
Erfasst: Alles am Rechner
Verpasst: Offline-kreative Arbeit (5–10 %)
Abrechnungseffekt: +15–20 % erfasster Umsatz vs. manuell

Manuelle Erfassung:

Genauigkeit: 70–85 % (sinkt mit der Zeit)
Erfasst: Alles (wenn erinnert)
Verpasst: Vergessene Aufgaben (15–30 %)
Abrechnungseffekt: Unterabrechnung um 15–25 %

Sieger: Automatisch (für rechnerbasierte Design-Arbeit)

Kreativer Flow

Automatische Erfassung:

Vorteile:
- Einmal starten, dann vergessen
- Keine Unterbrechungen während der Arbeit
- Designer bleibt im Flow

Nachteile:
- Daran denken, Tracker zu starten/stoppen
- Psychologisches Bewusstsein, erfasst zu werden

Manuelle Erfassung:

Vorteile:
- Keine Erfassung während der kreativen Arbeit
- Voller Fokus auf Design
- Kein Bewusstsein von Überwachung

Nachteile:
- Arbeit unterbrechen für Notizen
- Später erinnern und eintragen (mühsam)

Sieger: Unentschieden (automatisch weniger störend, aber präsent; manuell abwesend, aber Nacharbeit nötig)

Datenschutz

Automatisch:

Datenschutz-Bedenken:
- Screenshots können persönliche Infos zeigen
- Aktivitätserfassung wirkt invasiv
- Vertrauen in den Arbeitgeber nötig

Abmilderung:
- Screenshots optional machen
- Löschen sensibler Aufnahmen erlauben
- Unschärfe/Schwärzung nutzen

Manuell:

Vollständiger Datenschutz:
- Keine Überwachungssoftware
- Keine Screenshots
- Volle Designer-Kontrolle
- Keine Eingriffs-Sorgen

Sieger: Manuell (für datenschutzbewusste Teams)

Kunden-Transparenz

Automatisch:

Starke Dokumentation:
- Exakte Zeitstempel
- Screenshot-Nachweis
- Detaillierte Aktivitätsprotokolle
- Verteidigbare Abrechnung

Kundenvertrauen: Hoch (Nachweis der Arbeit)

Manuell:

Begrenzte Dokumentation:
- Selbst gemeldete Zeit
- Keine Verifizierung
- Basiert auf Designer-Erinnerung
- Weniger verteidigbar

Kundenvertrauen: Mittel (man muss Ihr Wort nehmen)

Sieger: Automatisch (für kundenorientierte Rechenschaft)

Implementierungsaufwand

Automatisch:

Setup-Aufwand: Mittel
- Desktop-App installieren (15 Min)
- Projekte konfigurieren (30 Min)
- Team schulen (1 Stunde)

Laufender Aufwand: Gering
- Tracker starten/stoppen (30 Sek/Tag)
- Kurze Prüfung (2 Min/Tag)
Gesamt: ~3 Min/Tag pro Person

Manuell:

Setup-Aufwand: Gering
- Weboberfläche nutzen (5 Min)
- Kategorien durchgehen (10 Min)

Laufender Aufwand: Hoch
- Tagesarbeit abrufen (5 Min)
- Alle Zeiteinträge erfassen (10 Min)
Gesamt: ~15 Min/Tag pro Person

Sieger: Automatisch (nach Einrichtung deutlich weniger täglicher Aufwand)


Best Practices für Design-Teams

Wenn Sie automatische Erfassung wählen

1. Screenshots optional machen

Designern Kontrolle geben:
☐ Screenshots aktivieren: Ja/Nein
☐ Screenshot-Häufigkeit: Alle 10/30/60 Min
☐ Löschen erlauben: Ja (Designer können sensible Screenshots löschen)
☐ Persönliche Infos unscharf: Optionaler Blur-Filter

Respektiert Datenschutz und hält Option für Nachweis

2. Richtig rahmen

❌ Nicht sagen:
„Wir führen Überwachung ein, damit ihr auch wirklich arbeitet“

✓ Sagen:
„Wir führen automatische Zeiterfassung ein, um:
- Eure gesamte abrechenbare Zeit zu erfassen (damit ihr sie gutgeschrieben bekommt)
- Unsere Projektkalkulationen zu verbessern
- Kunden transparente Abrechnung zu bieten
- Euren Admin-Aufwand bei der Zeiterfassung zu reduzieren“

Rahmung: Es dient dem Team, nicht der Überwachung

3. Manuelle Anpassungen erlauben

Designer dürfen:
- Erfasste Zeit bearbeiten (mit Freigabe)
- Offline-Arbeit manuell ergänzen
- Versehentliche Erfassung löschen
- Notizen und Beschreibungen hinzufügen
- Abrechenbar vs. nicht abrechenbar zuordnen

Automatisch + manuelle Anpassung = best of both

4. Wöchentlich im Team prüfen

Jeden Freitag:
- Erfasste Zeit des Teams prüfen
- Auffälligkeiten besprechen
- Erkenntnisse zu Projektstunden teilen
- Effizienz-Erfolge feiern

Transparenz schafft Vertrauen

Wenn Sie manuelle Erfassung wählen

1. Tägliche Erfassung verlangen

❌ Nicht erlauben: Wöchentliche Stapel-Erfassung (zu ungenau)

✓ Verlangen: Erfassung am Tagesende

Regel: Zeit muss innerhalb von 24 Stunden erfasst werden
Erinnerung: Auto-E-Mail täglich um 17 Uhr

2. Vorlagen für Einträge bereitstellen

Mit häufigen Aufgaben vereinfachen:

Kunde A – Markenidentität:
- [ ] Logo-Design
- [ ] Farbpalette entwickeln
- [ ] Typografie auswählen
- [ ] Markenrichtlinien
- [ ] Kundenmeeting
- [ ] Überarbeitungen

Kunde B – Website-Design:
- [ ] Homepage-Design
- [ ] Unterseiten
- [ ] Responsive Design
- [ ] Kundenmeeting
- [ ] Überarbeitungen

Ein-Klick-Aufgabenauswahl beschleunigt die Erfassung

3. Kalender-Integration nutzen

Zeiterfassung aus Kalender vorausfüllen:
- 10–11 Uhr: Kunde A Meeting → 1 Stunde → Kunde A
- 14–15 Uhr: Design-Review → 1 Stunde → Intern

Designer bestätigt nur und ergänzt Details

4. Stichproben zur Genauigkeit

Zufällig 10 % der Zeiterfassungen prüfen:
- Passen die Stunden zu den Lieferungen?
- Sind die Beschreibungen detailliert?
- Ergibt der Zeitverlauf Sinn?
- Ungewöhnliche Muster?

Nicht zum „Erwischen“, sondern um Standards zu halten

Hybrid-Ansatz: Beste aus beiden Welten

Automatisch für Rechner-Arbeit, manuell für Offline

Die Strategie:

Automatische Erfassung nutzen für:
✓ Design-Arbeit in Figma, Illustrator, Photoshop
✓ Rechnerbasierte Aufgaben
✓ Kunden-Videoanrufe
✓ E-Mail-Kommunikation

Manuelle Erfassung nutzen für:
✓ Skizzen und Brainstorming
✓ Whiteboard-Sessions
✓ Präsenz-Kundenmeetings
✓ Recherche und Inspiration (weg vom Schreibtisch)
✓ Reisezeit

Beides kombinieren für vollständiges Zeitbild

Umsetzung in Corcava:

Automatische Erfassung deckt ~85 % der Design-Zeit ab:
Montag:
- Auto erfasst: 6,5 Stunden (rechnerbasiertes Design)
- Manuell ergänzt: 1,5 Stunden (Kundenmeeting, Skizzen)
Gesamt: 8 Stunden

Wochengesamt:
- Auto erfasst: 32 Stunden
- Manuell ergänzt: 8 Stunden
Gesamt: 40 Stunden

Ergebnis: Genauigkeit der automatischen + Vollständigkeit der manuellen Erfassung

Typische Bedenken adressieren

„Zeiterfassung killt Kreativität“

Die Sorge: Designer haben das Gefühl, dass Zeiterfassung sie auf Stunden statt auf Qualität fokussiert.

Die Realität:

Automatische Erfassung: Einmal starten, vergessen
- Kein anhaltendes Bewusstsein während der kreativen Arbeit
- Erfasst Zeit unsichtbar
- Keine mentale Last

Manuelle Erfassung: Am Abend daran denken
- „Wie lange hat das gedauert?“
- Unterbricht Flow für Notizen
- Mentale Last über den Tag

Fazit: Automatisch ist WENIGER störend für Kreativität

Best Practice:

Dem Team sagen:
„Zeiterfassung heißt nicht hetzen oder Qualität opfern.
Sie heißt zu wissen, was Projekte wirklich kosten, damit wir:
1. Künftige Arbeit richtig kalkulieren können
2. Sicherstellen, dass euch alle Stunden gutgeschrieben werden
3. Kunden transparenten Wert zeigen können

Qualität geht immer vor. Erfassung hilft uns nur, nachhaltig zu wirtschaften.“

„Ich will nicht mikromanagt werden“

Die Sorge: Designer empfinden automatische Erfassung als Überwachung und Misstrauen.

Die Lösung:

1. Zeiterfassung nicht zwanghaft prüfen
   ❌ „Warum hat diese Aufgabe 3 Stunden gedauert, ich dachte 2?“
   ✓ Auf Projektebene prüfen, nicht auf Aufgabenniveau

2. Auf Ergebnisse fokussieren, nicht auf Stunden
   ❌ „Du hast heute nur 6 Stunden abgerechnet“
   ✓ „Die Logo-Konzepte sind stark, der Kunde war begeistert“

3. Daten für Schätzung nutzen, nicht für Urteil
   ❌ „Du arbeitest zu langsam“
   ✓ „Jetzt wissen wir, dass Logos 12–15 Stunden brauchen, kalkulieren wir so“

4. Designer Autonomie geben
   - Zeit selbst kategorisieren lassen
   - Beschreibungen selbst ergänzen lassen
   - Screenshot-Einstellungen selbst steuern lassen
   - Ihrer Professionalität vertrauen

„Was ist mit kreativer Denkzeit?“

Die Frage: „Ich muss über Designs nachdenken, weg vom Rechner. Wie wird das erfasst?“

Die Antwort:

Verschiedene Arten kreativer Zeit anerkennen:

Aktive Design-Zeit (automatische Erfassung):
- Arbeit in Design-Software
- Mockups erstellen
- Dateien produzieren
- Rechnerbasierte Arbeit

Kreative Denkzeit (manuelle Erfassung):
- Spazieren zur Inspiration
- Ideen skizzieren
- Unter der Dusche (ja, wirklich)
- Eine Nacht darüber schlafen

BEIDES ist abrechenbar (in Maßen).

Beispiel manueller Eintrag:
Projekt: Kunde A Logo
Aufgabe: Kreative Ideenfindung
Zeit: 1 Stunde
Beschreibung: „Wettbewerber-Logos recherchiert, 10+ Richtungen skizziert,
auf 3 Konzepte zur Ausarbeitung eingegrenzt“

Das ist legitime Design-Arbeit.

Implementierungs-Roadmap

Woche 1: Planung

□ Entscheiden: Automatisch, manuell oder Hybrid?
□ Software wählen: [Corcavas Zeiterfassung](https://app.corcava.com/register)
□ Kategorien definieren: Projekte, Aufgaben, abrechenbar/nicht abrechenbar
□ Team-Richtlinie: Was wird erfasst, wie, wann
□ Kommunikation vorbereiten: Wie dem Team präsentieren

Woche 2: Rollout

□ Team-Meeting: Neues System und Begründung erklären
□ Software installieren (falls automatisch)
□ Oberfläche und Ablauf durchgehen
□ Einträge gemeinsam üben
□ Fragen und Bedenken beantworten
□ Erfassung starten (weicher Start)

Woche 3–4: Verfeinerung

□ Feedback sammeln: Was funktioniert? Was nicht?
□ Kategorien und Prozesse anpassen
□ Stichproben zur Genauigkeit
□ Bei Bedarf coachen
□ Erste Erfolge feiern

Ab Monat 2: Optimierung

□ Wöchentliches Auslastungs-Review
□ Monatliche Projekt-Rentabilitätsanalyse
□ Vierteljährliche Schätzgenauigkeit
□ Jährliche Richtlinien-Überprüfung
□ Kontinuierliche Verbesserung

Erfolg messen

Wichtige Kennzahlen

1. Erfassungsrate

Formel: Erfasste Stunden ÷ Verfügbare Stunden

Ziel: 70–80 % für Designer
(20–30 % für Meetings, Admin, Urlaub ist normal)

Monatliche Erfassung zeigt Trends

2. Abrechnungsgenauigkeit

Geschätzte Projektstunden vs. tatsächlich vergleichen:

Vor Erfassung:
- Geschätzt: 40 Stunden
- Tatsächlich: Unbekannt
- Gewinnmarge: Unbekannt

Nach 6 Monaten Erfassung:
- Geschätzt: 40 Stunden
- Tatsächlich (erfasst): 52 Stunden
- Künftige Schätzungen anpassen
- Gewinnmargen stabilisieren sich

3. Umsatzrückgewinnung

Zusätzlichen Umsatz durch bessere Erfassung verfolgen:

Vorher: 50.000 $/Monat (geschätzte Zeit, viel vergessen)
Nachher: 57.500 $/Monat (+15 % durch erfasste vergessene Stunden)
Jährliche Wirkung: 90.000 $ zusätzlicher Umsatz

4. Team-Zufriedenheit

Team vierteljährlich befragen:
„Wie fühlt ihr euch mit der Zeiterfassung?“ (Skala 1–5)

Ziel: Durchschnitt 3,5+
< 3,0 = Prozessprobleme, nachhaken

Fazit: Wählen Sie, was zu Ihrem Team passt

Entscheidungsrahmen:

Automatische Erfassung wählen, wenn:

  • Die meiste Design-Arbeit rechnerbasiert ist
  • Sie starke Kunden-Transparenz brauchen
  • Designer dafür offen sind
  • Aktuelle manuelle Erfassung uneinheitlich ist
  • Sie deutlich unterabrechnen

Manuelle Erfassung wählen, wenn:

  • Viel Offline-kreative Arbeit anfällt
  • Das Team Datenschutz stark priorisiert
  • Die Kultur Überwachung nicht akzeptiert
  • Designer diszipliniert täglich erfassen
  • Das aktuelle System gut funktioniert

Hybrid wählen, wenn:

  • Sie Genauigkeit und Vollständigkeit wollen
  • Mix aus Rechner- und Offline-Arbeit
  • Sie schrittweise starten wollen
  • Das Team unterschiedliche Präferenzen hat

Das Wichtigste:

Zeiterfassung geht nicht um Überwachung. Es geht um:

  • Abrechenbare Stunden zu erfassen, die Sie sonst verlieren
  • Künftige Projekte richtig zu kalkulieren
  • Kunden transparenten Wert zu zeigen
  • Nachhaltige Agentur-Rentabilität aufzubauen

Ob automatisch oder manuell: Kontinuität zählt mehr als die Methode.

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Weitere Leitfäden: Abrechenbare vs. nicht abrechenbare Design-Zeit, Design-Retainer-Verwaltung und Änderungsanfragen steuern.