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Helpdesk → Aufgabe → Rechnung: Support mit Entwicklungsarbeit verbinden

Jan 22, 2025

Helpdesk → Aufgabe → Rechnung: Support mit Entwicklungsarbeit verbinden

Verlieren Sie keine abrechenbaren Stunden mehr bei Kunden-Support. So erfassen Sie Support-Anfragen, wandeln sie in Entwicklungsaufgaben um, erfassen Zeit präzise und rechnen Kunden transparent ab – alles in einem System.


Das Abrechnungsproblem bei Support für Entwicklungsteams

Sie sind eine Entwickler-Agentur. Ein Kunde schreibt: „Die Export-Funktion funktioniert nicht.“ Was passiert danach?

Der klassische (problematische) Ablauf:

  1. Support-Ticket angelegt – in Zendesk oder Freshdesk
  2. Hin und her per E-Mail – „Können Sie einen Screenshot schicken?“
  3. Entwickler untersucht – aber wo wird die Zeit erfasst?
  4. Fix umgesetzt – in Jira, ohne Verknüpfung zum ursprünglichen Ticket
  5. Zeit geht verloren – Entwickler vergisst 3 Stunden zu buchen
  6. Rechnung falsch – Kunde wird nur 1 Stunde berechnet (was Sie sich gemerkt haben)
  7. Gewinn fehlt – 160 $ abrechenbare Einnahmen verloren

Die Kosten getrennter Tools:

  • 15–30 % der Support-Zeit werden nie abgerechnet – Entwickler vergessen die Erfassung
  • Kunden hinterfragen Rechnungen – Kein klarer Zusammenhang zwischen Support und Abrechnung
  • Kontextwechsel kostet Produktivität – Wechsel zwischen vier verschiedenen Tools
  • Admin-Aufwand – Tickets, Aufgaben, Zeit und Rechnungen manuell verknüpfen

Die Lösung: Ein durchgängiger Workflow vom Support-Ticket bis zur Rechnung.

Dieser Artikel zeigt, wie Sie genau diesen Workflow in Corcava aufsetzen.


Der komplette Workflow im Überblick

Der 5-Schritte-Prozess von Support zur Rechnung

Schritt 1: Support-Anfrage erfassen

  • Kunde meldet Anliegen per E-Mail, Formular oder direktes Ticket
  • Support-Ticket mit Priorität, Status und Kundenverknüpfung anlegen
  • Ticket einem Support-Mitarbeiter zur Einordnung zuweisen

Schritt 2: Ticket in Entwicklungsaufgabe umwandeln

  • Support erkennt: Es braucht Entwicklungsarbeit
  • Projektaufgabe anlegen, direkt mit dem Support-Ticket verknüpft
  • Aufgabe erscheint auf dem Entwicklungs-Board mit vollem Kontext

Schritt 3: Entwicklungszeit erfassen

  • Entwickler arbeitet an der Aufgabe mit automatischer oder manueller Zeiterfassung
  • Zeit wird automatisch Projekt, Aufgabe und Kunde zugeordnet
  • Echtzeit-Überblick über aufgewendete Support-Stunden

Schritt 4: Kundenrechnung aus Support-Arbeit erstellen

  • Zeiterfassungsdaten fließen in die Rechnungsstellung ein
  • Rechnung mit Positionen für die erbrachte Support-Arbeit erstellen
  • Rechnung zeigt klar, welche Anliegen bearbeitet wurden

Schritt 5: Transparenz für den Kunden

  • Kunde sieht den Fortschritt im Portal
  • Rechnung enthält Kontext aus dem ursprünglichen Support-Ticket
  • Nachvollziehbarer Weg von Anfrage über Lösung bis zur Abrechnung

Warum dieser Workflow wichtig ist

Jede abrechenbare Stunde erfassen – Keine vergessenen Zeiteinträge
Klare Kundenkommunikation – Transparenter Zusammenhang von Anliegen und Abrechnung
Weniger Kontextwechsel – Alles in einem System
Schnellere Reaktionszeiten – Kein Tool-Hopping
Bessere Kundenbeziehungen – Transparenz schafft Vertrauen
Höhere Rentabilität – 100 % der Support-Arbeit abrechnen


Schritt 1: Support-Tickets anlegen

Das Helpdesk-System verstehen

Was ist ein Support-Ticket?

Ein Support-Ticket ist der Eintrag zu einem Kundenanliegen, das bearbeitet werden muss:

Ticket-Bestandteile:

  • Ticketname – Kurzbeschreibung des Anliegens
  • Beschreibung – Ausführliche Erklärung und Kontext
  • Status – Offen, In Bearbeitung, Gelöst, Geschlossen
  • Priorität – Niedrig, Mittel, Hoch, Dringend
  • Verantwortlicher – Teammitglied für das Ticket
  • Quelle – Entstehung (E-Mail, Formular, manuell, Chat)
  • Kunde & Kontakt – Wer das Anliegen gemeldet hat
  • Aktivitätsverlauf – Vollständige Historie der Ticket-Interaktionen

Support-Tickets anlegen

Methode 1: Manuelle Ticket-Erstellung

Unter Tickets → Neu ein Ticket anlegen:

  1. Ticket-Daten eingeben

    • Name: „Export-Funktion für CSV-Dateien funktioniert nicht“
    • Beschreibung: „Kunde meldet: CSV-Export lädt leere Datei“
  2. Ticket-Eigenschaften setzen

    • Status: Offen
    • Priorität: Hoch (blockiert Kunden-Workflow)
    • Quelle: E-Mail
  3. Verantwortung zuweisen

    • Verantwortlicher: Support-Mitarbeiter zur Einordnung
  4. Mit Kunde verknüpfen

    • Kunde: [Kundenfirma]
    • Kontakt: [Ansprechpartner]
    • In Kontakt-Timeline: Ja

Methode 2: E-Mail-zu-Ticket

E-Mail-Weiterleitung einrichten, damit Tickets automatisch entstehen:

  • Support-E-Mails an die Helpdesk-E-Mail des Teams weiterleiten
  • Tickets werden aus dem E-Mail-Inhalt erstellt
  • Betreff wird zum Ticketnamen
  • Inhalt wird zur Beschreibung
  • Absender wird automatisch dem Kontakt zugeordnet (falls vorhanden)

Methode 3: Formularbasierte Ticket-Erstellung

Öffentliche Support-Formulare für Kunden anlegen:

  • Formular mit eigenen Feldern erstellen
  • Kunde sendet Anliegen über das Formular
  • Ticket wird automatisch mit Formulardaten erstellt
  • Kunde erhält Bestätigung und Ticket-Nummer

Ticket-Einordnung und Priorisierung

Triage im Support-Team:

  1. Neue Tickets prüfen – Täglich alle offenen Tickets durchgehen
  2. Informationen sammeln – Bei Bedarf Kommentare mit Rückfragen ergänzen
  3. Priorität setzen – Nach Auswirkung und Dringlichkeit
  4. Anliegen-Typ zuordnen – Bug, Feature-Wunsch, Nutzerfrage usw.
  5. Richtig weiterleiten – Kann Support lösen oder braucht Entwicklung

Priorisierungsrahmen:

Hohe Priorität (braucht Entwicklung):

  • Blockiert produktiven Kunden-Workflow
  • Datenverlust oder Sicherheitsprobleme
  • Kernfunktion defekt
  • Zugesagter Termin rückt näher

Mittlere Priorität (braucht Entwicklung):

  • Nicht-kritischer Bug bei einzelnen Nutzern
  • Feature-Verbesserung
  • Performance-Probleme
  • Optische Mängel in Produktion

Niedrige Priorität (Support kann lösen):

  • Nutzerfragen
  • Konfigurationshilfe
  • Schulungswünsche
  • Klärung in der Dokumentation

Schritt 2: Tickets in Entwicklungsaufgaben umwandeln

Wann eine Entwicklungsaufgabe anlegen

Entscheidungskriterien:

Entwicklungsaufgabe anlegen, wenn:

  • Anliegen Codeänderungen oder Deployment erfordert
  • Untersuchung voraussichtlich über 30 Minuten dauert
  • Mehrere Entwickler zusammenarbeiten sollen
  • Arbeit in den Sprint eingeplant werden muss
  • Kunde nach Entwicklungsstunden abgerechnet wird

Im Helpdesk belassen, wenn:

  • Schnelle Konfigurationsänderung (< 15 Min.)
  • Nutzerfrage, die die Dokumentation beantwortet
  • Anliegen durch Kunden-Schulung gelöst wird
  • Nicht abrechenbarer interner Test

Aufgaben aus Tickets erstellen

Manueller Ablauf:

Ohne automatische Ticket-zu-Aufgabe-Konvertierung in Corcava – so geht es effizient von Hand:

1. Support-Ticket öffnen

  • Ticket-Details und Kundeninfos prüfen
  • Anliegen und gewünschte Lösung verstehen
  • In der Beschreibung nach Reproduktionsschritten schauen

2. Zum Projekt-Board wechseln

  • Zum Kundenprojekt oder zum allgemeinen „Support“-Projekt gehen
  • Passendes Board wählen (z. B. „Kunden-Support“ oder „Bugfixes“)
  • Richtige Spalte wählen (meist „Backlog“ oder „To Do“)

3. Entwicklungsaufgabe anlegen

  • In der Spalte „Aufgabe hinzufügen“ klicken
  • Aufgabenname: Mit Ticket-Bezug – „Fix: CSV-Export leere Datei (#TKT-123)“
  • Beschreibung: Relevante Infos aus dem Ticket übernehmen
    Support-Ticket: #TKT-123
    Kunde: ACME Corp
    Kontakt: Jane Smith
    
    Anliegen: CSV-Export lädt leere Dateien
    
    Reproduktion:
    1. Berichte → Export
    2. „CSV“ wählen
    3. Export klicken
    4. Heruntergeladene Datei 0 Bytes
    
    Erwartet: Datei mit vollständigen Berichtsdaten
    Tatsächlich: Datei leer
    
    Auswirkung: Blockiert monatliche Berichterstellung des Kunden
    

4. Aufgabe dem Kunden zuordnen

  • Kunde aus der Liste wählen
  • Optional spezifischen Kontakt verknüpfen
  • Bei abrechenbarem Projekt: Aufgabe diesem Projekt zuordnen

5. Aufgabeneigenschaften setzen

  • Zeitschätzung: 2–4 Std. (Untersuchung + Fix + Test)
  • Fälligkeitsdatum: Nach Ticket-Priorität und Kunden-SLA
  • Betrag: Falls Festpreis
  • Labels: „bug“, „client-support“, „high-priority“

6. Entwickler zuweisen

  • Passendes Teammitglied zuweisen
  • Expertise und aktuelle Auslastung berücksichtigen
  • Entwickler über Dringlichkeit informieren

7. Support-Ticket aktualisieren

  • Kommentar im Ticket: „Entwicklungsaufgabe #123 angelegt – zugewiesen an [Entwickler]“
  • Ticket-Status auf „In Bearbeitung“ setzen
  • Nach Möglichkeit Link zur Aufgabe (Aufgaben-URL in Ticket-Notizen)

Ein „Support“-Projekt anlegen

Warum ein eigenes Support-Projekt:

  • Support-Arbeit gebündelt – Alle Kunden-Support-Aufgaben an einem Ort
  • Einfache Zeiterfassung – Entwickler wissen, wo Support-Zeit buchen
  • Klares Reporting – Support-Stunden vs. Projektarbeit
  • Kundenabrechnung – Support getrennt von Projekt-Lieferables

Support-Projekt einrichten:

  1. Projekt anlegen

    • Name: „Kunden-Support“ oder „Bugfixes & Support“
    • Abrechenbar: Ja (falls Support abgerechnet wird)
    • Alle Entwickler dem Projekt zuweisen
  2. Support-Board anlegen

    • Name: „Support-Queue“
    • Spalten: Backlog → In Prüfung → In Bearbeitung → Test → Erledigt
  3. Labels konfigurieren

    • Bug (rot)
    • Enhancement (blau)
    • Urgent (orange)
    • Kunden-spezifische Labels
  4. Zugriff fürs Team

    • Alle Entwickler können Aufgaben sehen und bearbeiten
    • Support-Team kann Aufgaben anlegen
    • Kunden können optional über Portal einsehen

Schritt 3: Zeiterfassung für Support-Arbeit

Zeiterfassung bei Support-Aufgaben

Warum Zeiterfassung im Support wichtig ist:

  • Abrechnungsgenauigkeit – Jede Minute wird abgerechnet
  • Umfangssteuerung – Kunden mit hohem Support-Bedarf erkennen
  • Ressourcenplanung – Tatsächliche Support-Last verstehen
  • Kundenkommunikation – Zeigen, welche Arbeit erbracht wurde

Automatische Zeiterfassung im Support

Mit der Desktop-App:

  1. Arbeitsphase starten

    • Corcava-Desktop-App für Zeiterfassung öffnen
    • Projekt „Kunden-Support“ wählen
    • Konkrete Aufgabe wählen (z. B. „#123 – Fix CSV-Export“)
    • „START“ klicken
  2. Am Anliegen arbeiten

    • Bug im Code untersuchen
    • Fix umsetzen
    • Lösung testen
    • App erfasst die Zeit im Hintergrund
  3. Arbeit dokumentieren

    • Notizen zur Aufgabe ergänzen
    • Aufgabenstatus im Workflow aktualisieren
    • Kommentare zu Ergebnissen hinzufügen
  4. Session beenden

    • „FINISH“ klicken, wenn das Support-Anliegen erledigt ist
    • Zeit wird automatisch berechnet und gespeichert
    • Erscheint auf der Aufgabenkarte und in Reports

Vorteile automatischer Erfassung im Support:

  • Genauere Untersuchungszeit – Recherche- und Debug-Zeit wird erfasst
  • Keine vergessenen Sessions – Jede Arbeitsphase wird erfasst
  • Detaillierte Zeiteinträge – Exakte Start/Stopp für die Abrechnung
  • Nachweis für Kunden – Optionale Screenshots belegen die Arbeit

Manuelle Zeiterfassung im Support

Wann manuell buchen:

  • Schnelle Fixes, für die sich automatische Erfassung nicht lohnt
  • Support außerhalb der Arbeitszeiten
  • Zeiterfassung anfangs vergessen
  • Zeit für Telefon/E-Mail-Support

Support-Zeit manuell erfassen:

  1. Meine Arbeit → Zeiteintrag öffnen
  2. Datum der Support-Arbeit wählen
  3. Start- und Endzeit eingeben
  4. Projekt „Kunden-Support“ wählen
  5. Konkrete Aufgabe wählen
  6. Beschreibung: z. B. „CSV-Export-Bug untersucht – Ursache: Encoding in Export-Bibliothek“
  7. Als abrechenbar markieren (falls zutreffend)
  8. Zeiteintrag speichern

Best Practices für Support-Zeiterfassung

1. Gesamte Untersuchungszeit erfassen

  • Nicht nur „Programmierzeit“
  • Recherche, Debugging, Tests, Dokumentation mit erfassen
  • Untersuchung ist abrechenbar – erfassen

2. Aussagekräftige Beschreibungen

  • „Bug behoben“ ❌
  • „CSV-Export untersucht – Encoding-Problem in Export-Bibliothek gefunden, auf UTF-8 umgestellt, mit Beispieldaten getestet“ ✅

3. Wenn möglich in Echtzeit erfassen

  • Support-Zeit nicht erst abends nachtragen
  • Während der Arbeit erfassen für maximale Genauigkeit
  • Nach 8 Stunden fällt die Erinnerung schwer

4. Support von Projektarbeit trennen

  • Support-Zeit nicht mit Feature-Entwicklung mischen
  • Getrennte Projekte oder klare Aufgaben-Labels nutzen
  • Macht Abrechnung und Reporting klarer

5. Kommunikationszeit einbeziehen

  • Kundenanrufe und -E-Mails sind abrechenbare Support-Zeit
  • Zeit für Slack/E-Mail zum Anliegen erfassen
  • Zeit für Status-Updates mit erfassen

Schritt 4: Rechnungen aus Support-Arbeit erstellen

Rechnungen aus erfasster Zeit

Vom Zeit-Eintrag zur Rechnung:

Die integrierte Rechnungsstellung in Corcava nutzt Zeiterfassungsdaten automatisch für Rechnungen.

Rechnung manuell aus Support-Zeit erstellen:

  1. Rechnungen → Neue Rechnung öffnen

  2. Kunde wählen

    • Kunde, für den Support abgerechnet wird
    • Währung wird aus den Kundeneinstellungen übernommen
  3. Rechnungsdaten setzen

    • Rechnungsdatum: Heute
    • Fälligkeit: Nach Zahlungsbedingungen (z. B. Netto 30)
    • Rechnungsnummer: Wird automatisch vergeben
  4. Positionen aus Zeiterfassung ergänzen

    Variante A: Manuelle Positionen

    • Position: „Support & Bugfixes – Januar 2025“
    • Menge: 12,5 Stunden
    • Satz: 120 $/Stunde
    • Betrag: 1.500 $

    Variante B: Detaillierte Positionen pro Aufgabe

    • Position 1: „CSV-Export-Bugfix – Aufgabe #123“

      • Menge: 3,5 Stunden
      • Satz: 120 $/Stunde
      • Betrag: 420 $
    • Position 2: „Benutzerberechtigung – Aufgabe #124“

      • Menge: 2,0 Stunden
      • Satz: 120 $/Stunde
      • Betrag: 240 $
  5. Zeitberichte prüfen

    • Zu Zeitberichte gehen
    • Nach Kunde und Zeitraum filtern
    • Prüfen, ob Gesamtstunden zur Rechnung passen
    • Bericht exportieren und der Rechnung beifügen
  6. Rechnungshinweise ergänzen

    Erbrachte Support-Arbeit:
    - CSV-Export-Encoding behoben (Ticket #123)
    - Bug bei Benutzerberechtigung behoben (Ticket #124)
    - Dokumentation zur Export-Funktion aktualisiert
    
    Alle Punkte geprüft, behoben und in Produktion ausgerollt.
    
  7. Rechnung senden

    • Gesamtbetrag prüfen
    • „Rechnung senden“ klicken
    • Kunde erhält E-Mail mit Rechnung und Link zum Kundenportal

Automatische wiederkehrende Support-Rechnungen

Bei Kunden mit Support-Retainer:

Wenn Sie monatliche Support-Stundenpakete anbieten:

1. Rechnungseinstellungen beim Kunden

  • Kunde → Rechnungseinstellungen
  • Wiederkehrende Rechnungen aktivieren
  • Intervall: Monatlich
  • Tag: 1. (oder nach Wunsch)

2. Automatische zeitbasierte Abrechnung

  • System sammelt die Zeiteinträge des Monats
  • Erstellt die Rechnung zum geplanten Termin
  • Versendet sie automatisch an den Kunden

3. Support-Stundenpakete

Beispiel: 20-Stunden-Support pro Monat
- Kunde zahlt 2.000 $/Monat für bis zu 20 Std. Support
- Alle Support-Zeiten wie gewohnt erfassen
- Rechnung zeigt genutzte vs. Paket-Stunden
- Überstunden zum Stundensatz berechnen

4. Abrechnung Überstunden

  • Position 1: „Support-Paket (20 Std.)“ – 2.000 $
  • Position 2: „Zusätzlicher Support (3,5 Std.)“ – 420 $
  • Summe: 2.420 $

Best Practices für Support-Abrechnung

1. Klare Beschreibungen Schlecht: „Entwicklungsarbeit – 10 Std. – 1.200 $“

Gut:

Support & Bugfixes – Januar 2025
- CSV-Export-Bug (Ticket #123): 3,5 Std.
- Benutzerberechtigung (Ticket #124): 2,0 Std.
- Performance-Optimierung (Ticket #125): 4,5 Std.
Gesamt: 10 Std. à 120 $/Std. = 1.200 $

2. Bezug zu den Original-Tickets

  • Ticket-Nummern in den Rechnungstext aufnehmen
  • Ticket-Titel nennen, damit der Kunde das Anliegen zuordnen kann
  • Erleichtert dem Kunden den Abgleich mit Support-Anfragen

3. Zeitberichte anhängen

  • Detaillierten Zeitbericht aus Corcava exportieren
  • Als PDF der Rechnungs-E-Mail beifügen
  • Zeigt die tägliche Aufschlüsselung der Stunden

4. Nach Projekt oder Zeitraum gruppieren

  • Monatsrechnungen: „Support – Januar 2025“
  • Projektbezogen: „Projekt X – Support-Stunden“
  • Macht die Abrechnung vorhersehbar und nachvollziehbar

5. Lieferung beschreiben

  • Nicht nur „Bug behoben“
  • „Bug behoben, Lösung getestet, in Produktion ausgerollt, Lösung verifiziert“
  • Den gelieferten Mehrwert zeigen

Schritt 5: Transparenz für Kunden über das Portal

Kundenportal für Support-Einblick

Was Kunden sehen:

Das Kundenportal zeigt Support-Arbeit in Echtzeit:

1. Zugriff auf das Projekt-Board

  • Kunde kann das Support-Projekt-Board einsehen
  • Aktuellen Status seiner Support-Tickets sehen
  • Sehen, welcher Entwickler zugewiesen ist
  • Fortschritt über die Workflow-Spalten verfolgen

2. Aufgabendetails

  • Auf eine Aufgabe klicken für Details
  • Kommentare und Updates lesen
  • Anhänge und Screenshots ansehen
  • Verstehen, woran gearbeitet wird

3. Sichtbarkeit der Zeiterfassung (optional)

  • Erfasste Zeit zu ihren Support-Aufgaben sehen
  • Zeitaufwand pro Anliegen nachvollziehen
  • Vertrauen durch Transparenz
  • Keine Überraschungen bei der Abrechnung

4. Rechnungsbereich im Portal

  • Alle Rechnungen an einem Ort
  • Rechnung anklicken für Positionsdetails
  • Von der Rechnung zu den abgerechneten Aufgaben verlinken
  • Zahlung direkt im Portal durchführen

Kundenportal-Zugriff einrichten

1. Kundenportal für den Kunden aktivieren

  • Kundendetails öffnen
  • „Kundenportal-Zugriff“ aktivieren
  • Kunde erhält Zugangsdaten zum Portal

2. Sichtbarkeit des Projekts konfigurieren

  • Support-Projekt → Einstellungen
  • „Kundenportal-Zugriff“ aktivieren
  • Festlegen, welche Kunden das Projekt sehen
  • Steuern, welche Spalten sichtbar sind

3. Sichtbarkeit der Zeiterfassung

  • Entscheiden, ob Kunden erfasste Zeit sehen sollen
  • Manche wollen Transparenz
  • Manche möchten keine laufende Zeit sehen
  • Pro Kunde nach Wunsch einstellen

4. Portal-Benachrichtigungen einrichten

  • Kunde wird bei Aufgabenstatus-Änderung benachrichtigt
  • Kunde wird bei neuer Rechnung benachrichtigt
  • Optional: Bei erfasster Zeit benachrichtigen
  • Kunden bleiben informiert ohne manuelle Updates

Kommunikation – Best Practices

1. Erwartungen von vornherein klären

  • „Sie erhalten Portal-Zugang, um den Support-Fortschritt zu verfolgen“
  • „Rechnungen verweisen auf Ticket-Nummern aus dem Portal“
  • „Sie sehen den Echtzeit-Status aller Support-Anfragen“

2. Kunden im Portal schulen

  • Kurzes Video oder Anleitung schicken
  • Zeigen, wie der Aufgabenstatus angezeigt wird
  • Erklären, wie Rechnungen mit Aufgaben verknüpft sind
  • Weniger „Wie ist der Stand?“-E-Mails

3. Proaktiv informieren

  • Nicht nur auf das Portal setzen
  • Wöchentliche Zusammenfassung der Support-Arbeit senden
  • Erledigte Tickets hervorheben
  • Anstehende Abrechnungen erwähnen

4. Portal für Nachvollziehbarkeit nutzen

  • „Wie im Portal sichtbar, hat dies wegen X 4 Stunden gedauert“
  • „Details zur Untersuchung finden Sie in Aufgabe #123 im Portal“
  • Reduziert Abrechnungsstreit von vornherein

Beispiele aus der Praxis

Beispiel 1: Dringender Produktions-Bug

Szenario: Kunde meldet kritischen Bug, der Produktionsnutzer betrifft.

Ablauf:

9:00 – Ticket angelegt

  • Kunde mailt: „Nutzer können sich nicht einloggen!“
  • Support legt Ticket #156 an
  • Priorität: Dringend
  • Status: Offen
  • Zugewiesen: Support-Lead

9:05 – Triage

  • Support-Lead prüft
  • Bestätigt: Login fehlgeschlagen bei E-Mails mit Sonderzeichen
  • Nicht durch Support lösbar – Code-Änderung nötig
  • Erstellt Entwicklungsaufgabe #234 auf Support-Board

9:10 – Entwickler zugewiesen

  • Aufgabe an Senior-Entwickler
  • Benachrichtigung per Slack
  • Entwickler startet Zeiterfassung für Aufgabe #234

9:15 – Untersuchung

  • Entwickler prüft Code
  • Findet Bug in E-Mail-Validierungs-Regex
  • Kommentar: „Ursache: Regex-Pattern zu strikt“

10:30 – Fix ausgerollt

  • Fix umgesetzt und getestet
  • In Produktion ausgerollt
  • Zeiterfassung beendet: 1,25 Std.
  • Aufgabe in Spalte „Erledigt“
  • Ticket #156: „Behoben und ausgerollt – bitte testen“

10:45 – Kundenbestätigung

  • Kunde bestätigt Lösung
  • Support schließt Ticket #156

Monatsende – Abrechnung

  • Rechnung für Januar-Support erstellt
  • Position: „Kritischer Login-Bugfix (Ticket #156) – 1,25 Std. à 150 $/Std. = 187,50 $“
  • Kundenportal verlinkt Rechnung mit Aufgabe #234

Ergebnis:

  • ✅ Anliegen von Meldung bis Deployment in 1,5 Std. gelöst
  • ✅ Alle Zeit erfasst und abgerechnet
  • ✅ Nachvollziehbarer Weg von Ticket zur Rechnung
  • ✅ Kunde erlebt Transparenz und schnelle Reaktion

Beispiel 2: Feature-Erweiterung

Szenario: Kunde wünscht kleines Feature während eines Support-Anrufs.

Ablauf:

Montag – Support-Anruf

  • 30 Min. Gespräch zu Reporting-Bedarf
  • Kunde: „Können wir PDF-Export im Dashboard haben?“
  • Support legt Ticket #157 an: „Feature-Wunsch: PDF-Dashboard-Export“
  • Priorität: Mittel | Status: Offen

Montag Nachmittag – Scoping

  • Support-Lead prüft Anforderung
  • Erstellt Aufgabe #235: „PDF-Dashboard-Export umsetzen“
  • Schätzung: 6–8 Std.
  • Zugewiesen: Mid-Level-Entwickler
  • Fällig: Freitag

Dienstag – Entwicklung

  • Entwickler beginnt mit Aufgabe #235
  • Zeiterfassung über Desktop-App
  • Tag 1: 4,5 Std. (Recherche, Design, erste Umsetzung)
  • Commit-Hash in Aufgabennotizen

Mittwoch – Weitere Entwicklung

  • Tag 2: 3 Std. (Fertigstellung, Unit-Tests)
  • Aufgabe in Spalte „Test“

Donnerstag – Test & Kundendemo

  • QA: 1 Std. | Nachbesserungen: 0,5 Std.
  • Kurze Demo per Screenshare
  • Kunde akzeptiert Feature
  • Aufgabe „Erledigt“, Ticket #157 geschlossen
  • Gesamt: 9 Std.

Freitag – Rechnung

  • Rechnung für dieses Feature
  • Position: „Feature-Entwicklung: PDF-Dashboard-Export (Ticket #157) – 9 Std. à 120 $/Std. = 1.080 $“
  • Screenshot des umgesetzten Features beifügen
  • Im Kundenportal: Aufgabe #235 mit allen Zeiten

Ergebnis:

  • ✅ Klarer Scope von Anfrage bis Lieferung
  • ✅ Gesamte Entwicklungszeit erfasst (Recherche + Code + Test)
  • ✅ Kunde bestätigt vor Abrechnung
  • ✅ Rechnung erklärt klar, was umgesetzt wurde

Beispiel 3: Monatlicher Support-Retainer

Szenario: Kunde hat 20-Stunden-Support-Paket pro Monat.

Ablauf:

Im Januar:

  • Mehrere Support-Tickets angelegt und gelöst
  • Jedes Ticket als Aufgabe auf dem Support-Board
  • Alle Zeiten auf den jeweiligen Aufgaben erfasst

Tickets & Zeit:

  • Ticket #140 (kleiner UI-Bug) → Aufgabe #210 → 2,5 Std.
  • Ticket #143 (API-Integration) → Aufgabe #213 → 4 Std.
  • Ticket #148 (Performance) → Aufgabe #218 → 6 Std.
  • Ticket #152 (Datenexport) → Aufgabe #222 → 3,5 Std.
  • Ticket #156 (Dokumentation) → Aufgabe #227 → 2 Std.
  • E-Mail-Support (Kurzfragen) → Manuelle Einträge → 3 Std.
  • Summe: 21 Std.

31. Januar – Automatische Rechnung:

  • System erstellt Rechnung automatisch
  • Rechnung #2025-01-31-ACME
  • Position 1: „Monatliches Support-Paket (20 Std.)“ – 2.000 $
  • Position 2: „Zusätzliche Support-Stunden (1 Std. à 120 $/Std.)“ – 120 $
  • Summe: 2.120 $

Rechnungshinweise:

Support im Januar 2025:
- UI-Bug behoben (Ticket #140)
- API-Integration behoben (Ticket #143)
- Report-Abfrage optimiert (Ticket #148)
- Datenexport-Encoding behoben (Ticket #152)
- API-Dokumentation aktualisiert (Ticket #156)
- Diverse E-Mail-Support und Kurzfragen

Stunden: 20 (Paket) + 1 (Überstunden)

Kundenportal:

  • Kunde sieht alle 6 bearbeiteten Aufgaben
  • Zeitaufschlüsselung pro Aufgabe
  • Prüft 21 Std. gesamt
  • Versteht Überstunden-Position

Ergebnis:

  • ✅ Volle Transparenz der Stundennutzung
  • ✅ Automatische Rechnungen sparen Admin-Zeit
  • ✅ Kunde versteht genau, was erbracht wurde
  • ✅ Klarer Nachweis für Retainer-Stunden

Typische Herausforderungen und Lösungen

Herausforderung 1: Entwickler vergessen die Zeiterfassung

Problem: Entwickler springen direkt in die Fehlerbehebung, ohne die Zeiterfassung zu starten – abrechenbare Stunden gehen verloren.

Lösungen:

1. In den Aufgaben-Workflow einbauen

  • Status-Änderung löst Erinnerung zur Zeiterfassung aus
  • Schulung: „Erster Schritt beim Öffnen einer Aufgabe: Erfassung starten“
  • Sichtbare Hinweise auf den Aufgabenkarten

2. Standardmäßig automatische Erfassung

  • Desktop-App für Support-Arbeit vorgeben
  • Keine manuelle Nachpflege nötig – weniger Vergessen
  • Optionale Screenshot-Verifikation sichert die Erfassung

3. Tägliche Zeitprüfung

  • Kurze 5-Minuten-Runde am Tagesende
  • „Hast du bei allen angefassten Support-Aufgaben Zeit erfasst?“
  • Vergessene Zeit sofort nachtragen

4. Zeit an Aufgabenbewegung koppeln

  • Von „To Do“ nach „In Bearbeitung“ nur mit gestarteter Erfassung
  • Bei „Erledigt“ mindestens X Stunden erfasst haben
  • Dashboard: Aufgaben ohne Zeiteintrag sichtbar machen

5. Positive Verstärkung

  • Monatlich teilen: „Team hat 98 % der Support-Stunden erfasst!“
  • Entwicklern für zuverlässige Erfassung danken
  • Vergessene Zeit nicht bestrafen – Genauigkeit fördern

Herausforderung 2: Kunden hinterfragen Support-Rechnungen

Problem: Kunde erhält Rechnung über 8 Std. Support und sagt: „So viel Support habe ich nicht angefordert.“

Lösungen:

1. Alles verknüpfen

  • Jede Rechnungsposition verweist auf eine Ticket-Nummer
  • Kunde kann Ticket im Portal nachschlagen
  • Ursprüngliche Anfrage, erbrachte Arbeit, Lösung sichtbar

2. Proaktive Kommunikation

  • Wöchentliche Kurzinfo: „Diese Woche: Tickets #123, #124, #125 – gesamt 6 Std.“
  • Keine Überraschungen bei der Abrechnung
  • Kunde weiß, dass Abrechnung kommt

3. Detaillierte Zeitberichte

  • Zeitbericht der Rechnung beifügen
  • Tägliche Aufschlüsselung
  • Mit Beschreibung der erbrachten Arbeit

4. Portal-Sichtbarkeit

  • Kunde kann (optional) Zeiterfassung in Echtzeit sehen
  • Sieht Fortschritt der Aufgaben
  • Versteht Umfang bei komplexen Fällen

5. Vorab-Schätzungen

  • Beim Anlegen der Aufgabe: „Voraussichtlich 4–6 Std.“
  • Bei Überschreitung eines Schwellwerts Kundenfreigabe einholen
  • Freigabe in Aufgabennotizen dokumentieren

Herausforderung 3: Support-Zeit übersteigt Schätzung

Problem: Schätzung war 2 Std. für einen Bug, tatsächlich 8 Std. wegen Komplexität.

Lösungen:

1. Früh kommunizieren

  • Nach 2 Std. bei unerwarteter Komplexität Kunde informieren
  • „Stellt sich als komplexer heraus – Ursache in der Datenbankschicht“
  • Neue Schätzung nennen und Freigabe zum Weitermachen einholen

2. Begründen

  • Nicht nur „hat länger gedauert“
  • Erklären: „Untersuchung zeigte Index-Problem, das mehrere Abfragen betrifft – größerer Fix nötig“
  • Mehrwert: „Ursache behoben, die sonst weitere Probleme verursacht hätte“

3. Gründlich dokumentieren

  • Detaillierte Aufgabennotizen zum Untersuchungsverlauf
  • Commits und Code-Änderungen sichtbar
  • Klare Erklärung der festgestellten Komplexität

4. Ehrliche Zeiterfassung

  • Alle Zeit erfassen, unerwartete Anteile kennzeichnen
  • Bei stark abweichender Schätzung Kostenteilung anbieten
  • Vertrauen durch Transparenz aufbauen

5. Fürs nächste Mal lernen

  • Monatlich Ist vs. Schätzung auswerten
  • Muster erkennen (z. B. DB-Themen dauern länger)
  • Schätzgenauigkeit verbessern

Herausforderung 4: Support und Projektarbeit vermischt

Problem: Abrechenbare Support-Stunden sind schwer von Festpreis-Projektarbeit am gleichen Code zu trennen.

Lösungen:

1. Getrennte Projekte

  • „Projekt ABC – Lieferumfang“ (Festpreis)
  • „Projekt ABC – Support & Erweiterungen“ (Stunden)
  • Klare Trennung für die Abrechnung

2. Klare Aufgaben-Labels

  • Labels: „support“, „bug“, „project-feature“
  • Zeitberichte nach Label filtern
  • Abrechnung nach Labels trennen

3. Support vs. Projektumfang vorab definieren

  • Vertrag: Was gehört zum Projekt, was zum Support
  • „Bugs in neuen Features = Projektumfang (inklusive)“
  • „Bugs in bestehendem Code = Support (abrechenbar)“
  • „Neue Features/Erweiterungen = Support (abrechenbar)“

4. Wöchentliche Prüfung

  • Wöchentlich Zeit mit dem Team durchgehen
  • Richtige Projekt-/Aufgaben-Zuordnung prüfen
  • Falsch zugeordnete Zeit vor der Rechnungsstellung korrigieren

5. Kundenkommunikation

  • Aufschlüsselung zeigen: „10 Std. Projekt-Features, 3 Std. Support“
  • Unterschied in den Aufgabenbeschreibungen erklären
  • Im Portal die Trennung sichtbar machen

Best Practices – Kurzüberblick

Für Support-Teams

Detaillierte Tickets – Mehr Kontext erleichtert die Umwandlung in Aufgaben
Schnelle Triage – Dringende Fälle innerhalb 1 Std. an Entwicklung weiterleiten
Kunden zuordnen – Tickets immer dem richtigen Kunden zuweisen
Status aktuell halten – Ticket-Status mit Aufgabenstatus abstimmen
Lösung dokumentieren – Festhalten, was zur Lösung getan wurde

Für Entwicklungsteams

Zuerst Erfassung starten – Vor der Arbeit die Zeiterfassung starten
Aufgabenbeschreibung nutzen – Relevanten Kontext aus dem Ticket übernehmen
Detaillierte Notizen – Was gefunden und wie behoben wurde, dokumentieren
Aufgabenstatus aktualisieren – Im Workflow mitziehen
Zeit täglich prüfen – Kurz am Tagesende prüfen, ob alles erfasst ist

Für Projekt- und Kundenverantwortliche

Support-Volumen beobachten – Stunden pro Kunde monatlich erfassen
Trends erkennen – Welche Kunden brauchen am meisten Support?
Zeit vor Rechnung prüfen – Sicherstellen, dass alle Support-Zeiten erfasst sind
Proaktiv kommunizieren – Kunden nicht mit hohen Rechnungen überraschen
Daten für Planung nutzen – Historische Support-Daten verbessern Schätzungen

Für die Kundenkommunikation

Portal-Zugang – Kunden Einblick in die Support-Queue geben
Wöchentliche Kurzinfos – Proaktiv über Support-Arbeit informieren
Rechnungen mit Tickets verlinken – Klarer Bezug zwischen Anfrage und Rechnung
Zeitberichte anhängen – Detaillierte Aufschlüsselung schafft Vertrauen
Komplexe Fälle erklären – Kunden verstehen lassen, warum etwas länger dauerte


Erfolg messen

Wichtige Kennzahlen

Erfassungsquote der Zeit:

  • Ziel: 95 %+ der Support-Stunden erfasst und abgerechnet
  • Messung: Abgerechnete Stunden vs. geschätzte Gesamt-Support-Zeit
  • Vorgehen: Wöchentlich Aufgaben ohne Zeit vs. mit Zeit prüfen

Abrechnungsstreit-Quote:

  • Ziel: Weniger als 5 % der Rechnungen von Kunden hinterfragt
  • Messung: Anzahl Abrechnungsfragen pro 100 Rechnungen
  • Vorgehen: Kundenanfragen zu Support-Rechnungen erfassen

Support-Reaktionszeit:

  • Ziel: Unter 2 Std. von Ticket bis Aufgaben-Zuweisung
  • Messung: Durchschnitt von Ticket-Erstellung bis Start der Entwicklerarbeit
  • Vorgehen: Ticket-Zeitstempel vs. erster Zeiteintrag auswerten

Kundenzufriedenheit:

  • Ziel: 4,5+ von 5 bei Support-Zufriedenheit
  • Messung: Umfrage nach Lösung
  • Vorgehen: Automatische Umfrage nach Ticket-Schließung

Support-Rentabilität:

  • Ziel: Faktor 2,5+ beim abrechenbaren Satz
  • Messung: Support-Umsatz / tatsächliche Kosten der Support-Zeit
  • Vorgehen: Monatlicher Bericht Support-Umsatz vs. Teamkosten

Kontinuierliche Verbesserung

Monatlicher Review:

  1. Support-Zeitdaten exportieren

    • Alle auf Support-Aufgaben erfassten Zeiten
    • Gruppierung nach Kunde, Anliegen-Typ, Entwickler
  2. Trends auswerten

    • Welche Kunden brauchen am meisten Support?
    • Welche Anliegen dauern am längsten?
    • Werden Schätzungen besser?
  3. Team-Retro

    • Was lief beim Support-Workflow gut?
    • Wo gibt es Reibung?
    • Wie können wir die Zeiterfassung verbessern?
  4. Kundenfeedback

    • Kunden zur Support-Erfahrung befragen
    • Nach Transparenz der Abrechnung fragen
    • Verbesserungsvorschläge sammeln
  5. Prozess optimieren

    • Vorlagen und Workflows anpassen
    • Ticket-zu-Aufgabe-Ablauf verbessern
    • Zeiterfassung verfeinern

Einstieg: Umsetzungs-Checkliste

Woche 1: Einrichtung

  • Projekt „Kunden-Support“ anlegen
  • Support-Board mit Workflow-Spalten einrichten
  • Support-Ticket-System konfigurieren
  • Vorlagen für Aufgaben und Tickets anlegen
  • Support-Team in der Ticket-Erstellung schulen

Woche 2: Team-Schulung

  • Entwickler im Ticket-zu-Aufgabe-Workflow schulen
  • Zeiterfassung einrichten (Desktop-App + manuell)
  • Richtlinien zur Support-Zeiterfassung erstellen
  • Workflow mit Test-Tickets durchspielen
  • Kundenportal-Zugang einrichten

Woche 3: Pilot

  • Pilot mit 2–3 Kunden starten
  • Gesamten Support über den neuen Workflow abwickeln
  • Team-Feedback zum Ablauf einholen
  • Reibungspunkte identifizieren und beheben
  • Erste Test-Rechnungen erstellen

Woche 4: Ausrollen

  • Auf alle Kunden ausweiten
  • Erfassungsquote der Zeit überwachen
  • Vorlagen und Dokumentation verfeinern
  • Kundenzufriedenheit messen
  • Laufenden Verbesserungsprozess etablieren

Fazit: Ein Workflow von Support zur Rechnung

Keine abrechenbaren Stunden mehr durch getrennte Support-Tools verlieren. Mit einem durchgängigen Workflow vom Helpdesk zur Rechnung können Sie:

100 % der Support-Zeit erfassen – Keine vergessenen Stunden
Sicher abrechnen – Nachvollziehbarer Weg von Ticket zur Rechnung
Kundenbeziehungen verbessern – Transparenz schafft Vertrauen
Admin-Aufwand senken – Ein System statt vier getrennter Tools
Rentabilität steigern – Jährlich 20.000–50.000 $ mehr erfassen
Bessere Entscheidungen – Daten zeigen, welche Kunden am meisten Support brauchen

Bereit, Ihre Support-Abrechnung zu straffen?

Corcava bietet den kompletten Workflow in einer Plattform: Helpdesk für Tickets, Projekt-Boards für Aufgaben, Zeiterfassung für die Abrechnung und Rechnungsstellung – alles verbunden mit voller Transparenz im Kundenportal.

Nächste Schritte:

  1. Support-Projekt einrichten – Checkliste oben befolgen
  2. Team schulen – Diesen Artikel als Leitfaden nutzen
  3. Mit einem Kunden starten – Workflow im Pilot testen
  4. Ergebnisse messen – Erfassung und Kundenzufriedenheit erfassen
  5. Auf alle Kunden ausrollen – Bewährten Prozess einführen

Keine abrechenbaren Stunden mehr verlieren. Jede Minute Support-Arbeit erfassen und Kunden transparent abrechnen.


Weitere Ressourcen:

Bereit zum Start?Jetzt bei Corcava registrieren und Ihren einheitlichen Support-zu-Rechnung-Workflow aufbauen.