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Branchen-Playbook: Kanzlei-Kundenportal und Zeiterfassung (Mandate, Budgets, DSO)

Nov 11, 2025

Branchen-Playbook: Kanzlei-Client-Portal & Zeiterfassung (Matters, Budgets, DSO)

Kanzleien verlieren im Schnitt 10–15 % der abrechenbaren Stunden durch schlechte Zeiterfassung. Das ist kein Rundungsfehler: Bei einer kleinen Kanzlei mit 800.000 $ Jahresumsatz sind das 80.000–120.000 $ verlorener Umsatz pro Jahr.

Dazu kommt ein typischer DSO (Days Sales Outstanding) von 90–120 Tagen bei Rechtsberatung – ein Cashflow-Problem, das auch profitable Kanzleien belastet.

Die Lösung ist nicht mehr Stunden oder aggressiveres Mahnen, sondern klares Matter-Management, strenge Zeiterfassung und Transparenz im Client-Portal, damit Abrechnung nachvollziehbar und Zahlung reibungslos wird.

Dieses Branchen-Playbook beschreibt kanzleispezifische Abläufe: Matters als Projekte verwalten, abrechenbare Zeit präzise erfassen, Matter-Budgets überwachen und Client-Portale nutzen, um DSO zu senken und Kundenbeziehungen zu verbessern.

Warum Kanzleien besondere Anforderungen haben

Die matter-basierte Struktur

Anders als projektbasierte Unternehmen arbeiten Kanzleien mit „Matters“ (Mandaten):

Eigenschaften von Matters:

  • Mandantenbezogen: Jedes Matter gehört einem Mandanten
  • Zeitintensiv: Abrechnung vor allem nach Zeit, nicht nach Ergebnissen
  • Budgetbegrenzt: Viele Matters haben Festbudgets oder Caps
  • Compliance-relevant: Detaillierte Aufzeichnungen für Ethik und Abrechnungsstreit
  • Mehrere Anwälte: Komplexe Matters mit mehreren Anwälten zu unterschiedlichen Sätzen
  • Lange Laufzeit: Matters können Monate oder Jahre dauern

Herausforderung für klassisches PM: Die meisten Projektmanagement-Tools gehen von Folgendem aus:

  • Feste Lieferergebnisse
  • Feste Zeitpläne
  • Pauschalpreisen
  • Einem Verantwortlichen

Rechtliche Matters funktionieren so nicht.

Die Abrechnungs-Komplexität

Abrechnungsanforderungen in Kanzleien:

Zeiteinheiten:

  • In den meisten Rechtsordnungen: 6-Minuten-Intervalle (Minimum 0,1 Stunden)
  • Präzise Erfassung: 6, 12, 18, 24, 30 Minuten (0,1 / 0,2 / 0,3 / 0,4 / 0,5 Stunden)
  • Rundung: Üblicherweise Aufrunden auf das nächste Intervall

Mehrere Abrechnungssätze:

  • Partner: 500–800 $/Stunde
  • Senior Associate: 350–500 $/Stunde
  • Junior Associate: 250–350 $/Stunde
  • Paralegal: 150–200 $/Stunde
  • Clerk: 75–125 $/Stunde

Detaillierte Tätigkeitsbeschreibungen: Abrechnungspositionen müssen enthalten:

  • Welche Tätigkeit ausgeführt wurde
  • Zu welchem Matter sie gehört
  • Datum und Dauer
  • Verantwortlicher Anwalt
  • Oft: Tätigungscode (Recherche, Entwurf, Mandantentelefonat usw.)

Kostenverfolgung:

  • Gerichtsgebühren
  • Kosten für Dokumentenproduktion
  • Sachverständigenhonorare
  • Reisekosten
  • Recherchedatenbanken

Das Transparenz-Problem beim Mandanten

Abrechnungsstreit entsteht oft durch:

  • Unklare Abrechnungstexte („Recherche: 3,5 Std.“ – worüber?)
  • Wahrgenommene Ineffizienz (Warum hat die Schrift 15 Stunden gedauert?)
  • Überraschende Rechnungen (Mandant wusste nicht, dass Zeit läuft)
  • Vage Fortschrittsinfos (Kommt mein Matter voran?)

Lösung: Transparentes Client-Portal mit Echtzeit-Zeiterfassung und Matter-Fortschritt.

Matter-basierte Projekte einrichten

Matter-Struktur in der Praxisverwaltung

Jedes Matter = ein Projekt

Beispiel Matter-Anlage:

Matter: Smith v. Johnson – Personenschaden
Mandant: Robert Smith
Matter-Typ: Personenschaden-Litigation
Federführender Anwalt: Sarah Thompson
Budget: 25.000 $ (geschätzt)
Honorarstruktur: Erfolgshonorar (33 %) + Auslagen
Status: Aktiv
Eröffnet: 15.08.2024

Projekt-Konfiguration:

Projektname: Smith v. Johnson – PI
Mandant: Robert Smith (aus CRM)
Budget: 25.000 $
Teammitglieder:
  - Sarah Thompson (Partner) – 600 $/Std.
  - Mike Chen (Associate) – 350 $/Std.
  - Jennifer Patel (Paralegal) – 175 $/Std.

Matter-Phasen als Kanban-Spalten

Workflow für rechtliche Matters:

Spalte 1: Übernahme & Prüfung
Spalte 2: Discovery
Spalte 3: Anträge & Anhörungen
Spalte 4: Vergleichsverhandlungen
Spalte 5: Prozessvorbereitung
Spalte 6: Prozess
Spalte 7: Nach Prozess / Berufung
Spalte 8: Matter abgeschlossen

Aufgaben in jeder Phase:

Beispiel Discovery-Phase:

Aufgaben:
- Interrogatories entwerfen
- Discovery der Gegenseite prüfen
- Mandanten auf Aussage vorbereiten
- Aussage-Protokolle prüfen
- Dokumentenproduktion prüfen
- Sachverständige identifizieren

Pro Aufgabe werden erfasst:

  • Zugewiesener Anwalt/Paralegal
  • Zeitschätzung
  • Tatsächlich erfasste Zeit
  • Status und Abschluss

Matter-Typen und Vorlagen

Vorlagen für häufige Matter-Typen:

Personenschaden-Vorlage:

Standard-Spalten:
- Erstberatung
- Fallermittlung
- Schreiben mit Forderung
- Litigation
- Vergleich/Prozess
- Matter abgeschlossen

Standard-Aufgaben:
- Mandanten-Erstgespräch
- Prüfung medizinischer Unterlagen
- Sachverständigen-Konsultation
- Entwurf Forderungsschreiben
- Discovery-Prozess
- Vergleichsverhandlung

Corporate M&A-Vorlage:

Standard-Spalten:
- Due Diligence
- Vertragsgestaltung
- Verhandlung
- Genehmigungen
- Closing
- Nach Closing

Standard-Aufgaben:
- NDA-Vorbereitung
- LOI-Entwurf
- Due-Diligence-Prüfung
- Kaufvertragsentwurf
- Offenlegungslisten
- Closing-Koordination

Immobilientransaktion-Vorlage:

Standard-Spalten:
- Vertragsprüfung
- Titelsuche
- Gutachten
- Finanzierung
- Closing-Vorbereitung
- Closing
- Nach Closing

Standard-Aufgaben:
- Kaufvertragsprüfung
- Titelfrüfung
- Vermessungsprüfung
- Darlehensunterlagen prüfen
- Closing-Abrechnung
- Titelsicherung koordinieren

Präzise Zeiterfassung umsetzen

Erfassung in 6-Minuten-Intervallen

Warum 6-Minuten-Intervalle:

  • 0,1 Stunde = 6 Minuten
  • Üblicher Abrechnungsstandard in der Branche
  • In vielen Rechtsordnungen für Compliance erforderlich
  • Reduziert den Eindruck von Überabrechnung

Desktop-App-Konfiguration:

Einstellungen → Zeiterfassung → Intervall: 6 Minuten
Rundung: Auf nächste 0,1 Stunde aufrunden
Mindestabrechnung: 0,1 Stunde (6 Minuten)

Praktische Beispiele:

Tatsächliche Zeit   Aufgerundet    Abgerechnet
-----------------------------------------
3 Minuten           6 Minuten      0,1 Stunden
8 Minuten           12 Minuten     0,2 Stunden
14 Minuten          18 Minuten     0,3 Stunden
22 Minuten          24 Minuten     0,4 Stunden

Best Practices für Anwälte bei Zeiteinträgen

Echtzeit-Erfassung:

9:00 Uhr – Mandantenanruf zu Discovery
  Timer starten: Matter [Smith v. Johnson]
  Aufgabe: Mandantenkommunikation
  9:14 Uhr – Gespräch Ende (14 Min.)
  Timer stoppen
  Aufgerundet: 0,3 Stunden (18 Min.)
  Notiz: „Aussagevorbereitung und Zeitplan besprochen“

Zeitnahe Notizen: Arbeit dokumentieren, während sie anfällt:

Gut: „Recherche State v. Jones – Anwendbarkeit auf Antrag auf summarisches Urteil (0,8 Std.)“

Schlecht: „Rechtliche Recherche (0,8 Std.)“

Tätigungscodes für die Abrechnung:

RESEARCH – Rechtsrecherche und Rechtsprechung
DRAFT – Entwürfe und Überarbeitungen
REVIEW – Akten-/Beweisprüfung
CALL – Mandantenkommunikation
COURT – Gerichtstermine
DEPO – Aussagen
CONF – Besprechung mit Gegenanwalt
ADMIN – Verwaltung (nicht abrechenbar, außer vereinbart)
TRAVEL – Reisezeit (50–100 % abrechenbar je nach Vereinbarung)

Mehrere Anwaltsätze im gleichen Matter

Szenario: Partner, Associate und Paralegal arbeiten am Matter Smith v. Johnson.

Zeiterfassungs-Setup:

Matter-Budget: 25.000 $

Teammitglieder:
- Sarah (Partner): 600 $/Std.
- Mike (Associate): 350 $/Std.
- Jennifer (Paralegal): 175 $/Std.

Budgetverteilung:
- Partner: 15 Std. = 9.000 $
- Associate: 30 Std. = 10.500 $
- Paralegal: 25 Std. = 4.375 $
- Auslagen: 1.125 $
= Gesamt: 25.000 $

Erfassung: Jede Person erfasst Zeit mit ihrem Satz. Das System rechnet die Gesamtkosten gegen das Budget.

Jede abrechenbare Minute erfassen

Häufig verlorene Zeit:

Kurze E-Mails (je 3–5 Min.):

Mandanten-E-Mail: „Können wir die Aussage verschieben?“
Anwalt antwortet (4 Min.)

Ohne Erfassung: 0 $
Mit Erfassung: 0,1 Std. = 60 $ (bei 600 $/Std.)

10 E-Mails/Tag × 60 $ = 600 $/Tag verloren ohne Erfassung

Kurze Telefonate:

Anruf Gegenanwalt (7 Min.)
Ohne Erfassung: verloren
Mit Erfassung: 0,2 Std. = 120 $

Dokumentenprüfung zwischen Terminen:

15 Min. Vertragsprüfung während Wartezeit
Ohne Erfassung: verloren
Mit Erfassung: 0,3 Std. = 180 $

Jährliche Auswirkung: Verliert jeder Anwalt täglich 30 Min. unerfasste Zeit:

  • 0,5 Std. × 250 Tage = 125 Std./Jahr
  • Bei 400 $/Std. Durchschnitt = 50.000 $ Verlust pro Anwalt
  • 5-Anwälte-Kanzlei = 250.000 $ jährlicher Umsatzverlust

Client-Portal für Kanzleien

Was Mandanten im Portal sehen

Portal-Dashboard:

MATTER: Smith v. Johnson – Personenschaden

Status: Discovery-Phase (65 % abgeschlossen)
Budget: 25.000 $ (68 % genutzt – 17.000 $ ausgegeben)
Zeit diesen Monat: 12,5 Std. (4.850 $)

Aktuelle Aktivitäten:
✓ Aussage-Protokoll geprüft (28.11.)
✓ Sachverständigen-Konsultation (27.11.)
⏱ Entwurf Motion to Compel (in Arbeit)

Anstehend:
📅 Vortermin (15. Dez.)
📅 Discovery-Frist (20. Dez.)

Zugang zum Zeitbericht:

ZEITBERICHT – November 2024

Datum     Anwalt      Tätigkeitsbeschreibung               Std.     Betrag
---------------------------------------------------------------------------
01.11.    S.Thompson  Erste Fallprüfung                    2,3      1.380 $
03.11.    M.Chen      Recherche vergleichbare Vergleiche   1,5        525 $
05.11.    J.Patel     Medizinakten-Sortierung              3,2        560 $
08.11.    S.Thompson  Mandantengespräch – Strategie        1,8      1.080 $
12.11.    M.Chen      Interrogatories entwerfen            4,5      1.575 $
15.11.    J.Patel     Discovery-Antworten prüfen           2,7        473 $
20.11.    S.Thompson  Aussagevorbereitung                  3,5      2.100 $
...

Gesamt November: 45,8 Std.                               15.840 $
Verbleibendes Budget: 9.160 $

Vorteile:

  • Keine Überraschungsrechnungen: Mandant sieht die Zeit in Echtzeit
  • Budget im Blick: Mandant kennt das verbleibende Budget
  • Fortschritt sichtbar: Verständnis für die geleistete Arbeit
  • Vertrauen: Transparenz verbessert die Anwalt-Mandant-Beziehung

Zugriffskontrolle im Portal

Was Mandanten sehen können: ✅ Nur ihre Matters (Projekte) ✅ Zeiterfassung zu ihren Matters ✅ Rechnungen und Zahlungsstatus ✅ Matter-Dokumente, die Sie freigeben ✅ Aufgabenfortschritt (falls aktiviert) ✅ Kommunikationsverlauf

Was Mandanten nicht sehen: ❌ Matters anderer Mandanten ❌ Interne Strategienotizen (als privat markieren) ❌ Anwalts-Arbeitsprodukt (Privileg schützen) ❌ Zeiteinträge mit „nur intern“ ❌ Team-Diskussionen und Planung

Privilegenschutz:

Einstellungen → Client-Portal → Konfigurieren:
- Zeiterfassungs-Beschreibungen anzeigen: JA (Transparenz)
- Interne Notizen anzeigen: NEIN (Privileg wahren)
- Recherchedetails anzeigen: OPTIONAL (pro Matter)
- Screenshots anzeigen: NEIN (Arbeitsprodukt)

Mandantenkommunikation über das Portal

Direkte Matter-Kommunikation:

Client-Portal → Matter → Nachrichten

Mandant: „Können wir einen Call zum Antrag vereinbaren?“

Anwalt: „Gern. Donnerstag 14–16 Uhr passt mir.
Hier mein Kalender-Link: [Buchungslink]

Ich habe den Entwurf des Antrags zur Prüfung hochgeladen.
Er liegt unter Dokumente.“

Vorteile:

  • Alle Kommunikation einem Matter zugeordnet
  • Durchsuchbarer Verlauf
  • Keine verlorenen E-Mails
  • Saubere Dokumentation
  • Mandant hat jederzeit Zugriff

Matter-Budget-Verwaltung

Matter-Budgets anlegen

Pauschalhonorar-Matters:

Matter: LLC-Gründung
Mandant: Startup XYZ
Honorar: Pauschal 5.000 $
Budget: 20 Std. (bei 250 $/Std. Mischsatz)

Ziel Zeiterfassung: Unter 20 Std. bleiben
Bei Überschreitung: Kosten tragen oder Zusatzhonorar vereinbaren

Gedeckelte Honorare:

Matter: Vertragsverhandlung
Mandant: Acme Corp
Honorar: Stundensatz, max. 15.000 $
Budget: 37,5 Std. (bei 400 $/Std.)

Hinweise:
- 50 % genutzt (18,75 Std.): Warnung
- 75 % genutzt (28,13 Std.): Anwalt benachrichtigen
- 90 % genutzt (33,75 Std.): Hinweis und Rücksprache mit Mandant

Erfolgshonorar mit Auslagenbudget:

Matter: Verkehrsunfall-Litigation
Mandant: Jane Doe
Honorar: 33 % Erfolgshonorar + Auslagen
Auslagenbudget: 10.000 $

Erfassen:
- Zeit (für interne Auslastung, nicht Mandantenabrechnung)
- Auslagen (für Mandantenersatz)

Auslagenbudget eng überwachen – wird dem Mandanten in Rechnung gestellt

Budget-Überwachung und Hinweise

Automatische Budget-Hinweise:

Budget: 20.000 $
Aktuell: 15.000 $ (75 % genutzt)

Hinweis an federführenden Anwalt:
„Matter [Smith v. Johnson] hat 75 % des Budgets erreicht (15.000 $ von 20.000 $).

Aktuelles Tempo: 5.000 $/Monat
Verbleibendes Budget: 5.000 $
Voraussichtliche Ausschöpfung: 1 Monat

Mögliche Maßnahmen:
1. Matter-Abschluss beschleunigen
2. Budgeterhöhung mit Mandant besprechen
3. Aufgabenverteilung optimieren (mehr Paralegal, weniger Partner)
4. Umfang prüfen und ggf. reduzieren“

Dashboard-Ansicht:

MATTER-BUDGET-DASHBOARD

Matter                          Budget      Genutzt    Verbleibend   Status
---------------------------------------------------------------------------
Smith v. Johnson               25.000 $    17.000 $    8.000 $     ⚠️ 68 %
Corporate M&A – TechCo        50.000 $    12.000 $   38.000 $     ✅ 24 %
Nachlassplanung – Williams     3.000 $     2.850 $      150 $     🔴 95 %
Vertragsprüfung – Acme         5.000 $     1.200 $    3.800 $     ✅ 24 %

Matters mit Risiko (>80 % Budget): 1
Matters im Plan: 3

Budgetoptimierung

Strategie zur Aufgabenverteilung:

Aufgabe: Dokumentenprüfung (50 Seiten Vertrag)

Option A: Partner prüft alles
- 8 Std. × 600 $ = 4.800 $

Option B: Paralegal erste Prüfung, Anwalt abschließend
- Paralegal: 12 Std. × 175 $ = 2.100 $
- Anwalt: 3 Std. × 600 $ = 1.800 $
- Gesamt: 3.900 $
- Ersparnis: 900 $ (19 %)

Option C: Associate bearbeitet, Partner prüft
- Associate: 6 Std. × 350 $ = 2.100 $
- Partner: 1 Std. × 600 $ = 600 $
- Gesamt: 2.700 $
- Ersparnis: 2.100 $ (44 %)

Best Practice: Den juniorsten Anwalt einsetzen, der die Aufgabe fachlich sicher erledigen kann.

DSO durch Transparenz senken

Warum Rechtsrechnungen spät bezahlt werden

Häufige Gründe für verzögerte Zahlung:

  1. Überraschung: „Ich wusste nicht, dass es so viel wird“
  2. Unklare Abrechnung: „Was heißt ‚Rechtliche Recherche‘ für 15 Stunden?“
  3. Fehlender Kontext: „Warum hat die Schrift so lange gedauert?“
  4. Budget-Bedenken: „Das übersteigt unsere Absprache“
  5. Zahlungsaufwand: Scheck ausstellen, versenden, Bearbeitung

Die Client-Portal-Lösung

Transparenz reduziert Streit:

Ohne Portal:

Monat 1: Anwalt erfasst Zeit (Mandant weiß nichts)
Monat 2: Weitere Zeit (Mandant weiß nichts)
Monat 3: Rechnung über 18.500 $
Mandant: „Was?! So viel war mir nicht klar!“
Mandant: Bestreitet Rechnung, verlangt Aufschlüsselung
Anwalt: Liefert detaillierte Unterlagen
Mandant: Immer noch verunsichert, zahlt spät
Zahlung: 60–90 Tage nach Rechnung

Mit Portal:

Woche 1: Mandant sieht 8,5 Std. erfasst (3.400 $)
Woche 2: Mandant sieht 6,2 Std. erfasst (2.480 $)
Woche 3: Mandant sieht 11,5 Std. erfasst (4.600 $)
Monatsende: Mandant rechnet mit ca. 10.500 $ Rechnung

Rechnung: 10.480 $ (wie erwartet)
Mandant: Keine Überraschung, hat die Zeit verfolgt
Mandant: Hat die Beschreibungen im Monat gesehen
Zahlung: 15–30 Tage nach Rechnung

DSO-Verbesserung:

  • Branchendurchschnitt: 90–120 Tage
  • Mit Transparenz: 30–45 Tage
  • Cashflow: 60–75 Tage schneller

Rechnungen unangreifbar machen

Detaillierte Abrechnungspositionen:

Schlechter Eintrag:

15.11.  Rechtliche Recherche  3,5 Std.  2.100 $

Guter Eintrag:

15.11.  Recherche Rechtsprechung zu Gesamtschuld und 
        Teilschuld bei Personenschaden mit mehreren Beklagten;
        Prüfung State v. Anderson, Williams v. County und
        Smith für Antrag auf Klageabweisung
        3,5 Std.  2.100 $

Mandant sieht:

  • Genau welche Tätigkeit ausgeführt wurde
  • Warum sie für sein Matter nötig war
  • Wie viel Zeit tatsächlich angefallen ist
  • Welcher Anwalt sie erbracht hat

Ergebnis: Detaillierte, zeitnahe Einträge sind praktisch nicht angreifbar.

Online-Zahlungsoptionen

Zahlungsfunktionen im Portal:

Rechnung #2024-11-127
Fälliger Betrag: 10.480 $
Fällig am: 15. Dezember

Zahlungsoptionen:
💳 Kreditkarte (Stripe) – Jetzt zahlen
🏦 ACH-Überweisung – 1–2 Werktage
₿ Kryptowährung – BTC/ETH/USDT
📄 Scheck – Zahlung per Post

Button „Jetzt zahlen“ →

Zahlungsgeschwindigkeit nach Methode:

Scheck per Post:     7–14 Tage (Ø 10 Tage)
ACH-Überweisung:     1–3 Tage (Ø 2 Tage)
Kreditkarte:         Sofort (1 Tag bis Abrechnung)
Kryptowährung:       Sofort (< 2 Stunden)

Ø Zahlung über Portal: 3 Tage
Ø traditionelle Abrechnung: 45 Tage
Verbesserung: 93 % schnellere Zahlung

Rechtsspezifische Abrechnungsszenarien

Szenario 1: Litigation-Matter mit Budget-Deckel

Matter-Details:

  • Mandant: Tech-Startup in IP-Streit
  • Matter: Patentverletzungs-Verteidigung
  • Budget: 75.000 $ Cap
  • Erwartete Dauer: 9 Monate

Monatliche Budgetverfolgung:

Monat 1 (Klagephase):
- Partner: 12 Std. × 700 $ = 8.400 $
- Associate: 25 Std. × 400 $ = 10.000 $
- Paralegal: 15 Std. × 150 $ = 2.250 $
- Gerichtsgebühren: 850 $
Gesamt: 21.500 $ (29 % des Budgets)

Monat 2 (erste Discovery):
- Partner: 8 Std. × 700 $ = 5.600 $
- Associate: 35 Std. × 400 $ = 14.000 $
- Paralegal: 28 Std. × 150 $ = 4.200 $
- Dokumentenproduktion: 1.200 $
Gesamt: 25.000 $ (kumuliert: 62 % des Budgets)

Hinweis: 62 % Budget nach 2 Monaten, 7 Monate verbleibend
Maßnahme: Mit Mandant besprechen – voraussichtlich Budgeterhöhung nötig

Client-Portal zeigt:

  • Echtzeit-Budgetnutzung (62 %)
  • Detaillierte Zeit pro Anwalt
  • Voraussichtliches Budget-Ende
  • Option für Budgeterhöhung oder Umfanganpassung

Ergebnis:

  • Frühes Gespräch über Budget
  • Keine Überraschung in Monat 6 bei leerem Budget
  • Mandant trifft informierte Entscheidungen
  • Beziehung bleibt erhalten

Szenario 2: Mehrere Matters für einen Mandanten

Unternehmensmandant mit 4 aktiven Matters:

Mandant: BigCorp Industries

Matter 1: Arbeitsvertragsprüfung
- Budget: 3.500 $
- Status: 45 % genutzt
- Zeitplan: im Plan

Matter 2: Mietverhandlung
- Budget: 8.000 $
- Status: 78 % genutzt
- Zeitplan: kurz vor Abschluss

Matter 3: Compliance-Prüfung
- Budget: 15.000 $
- Status: 32 % genutzt
- Zeitplan: gerade gestartet

Matter 4: Markenanmeldung
- Budget: 4.500 $
- Status: 90 % genutzt
- Zeitplan: ⚠️ Budgetrisiko

Client-Portal-Dashboard:

ALLE MATTERS – BigCorp Industries

Aktive Matters gesamt: 4
Kombiniertes Budget: 31.000 $
Kombiniert genutzt: 18.960 $ (61 %)
Zeit diesen Monat: 32,5 Std. (12.850 $)

Matter mit Handlungsbedarf:
⚠️ Markenanmeldung (90 % Budget, noch offen)

Vorteile:

  • Mandant sieht alle Matters an einem Ort
  • Kann priorisieren, welche Matters weiterlaufen
  • Sieht die gesamten Rechtskosten
  • Trifft informierte Budgetentscheidungen

Szenario 3: Erfolgshonorar mit Auslagenverfolgung

Matter-Details:

Matter: Class Action – Diskriminierung am Arbeitsplatz
Honorar: 33 % Erfolgshonorar (keine Stundenabrechnung gegenüber Mandant)
Auslagenbudget: 50.000 $ (Mandant erstattet)
Erwarteter Zeitraum: 18–24 Monate

Was erfassen:

Zeit (nur intern): Alle Anwaltszeit erfassen für:

  • Interne Rentabilität
  • Matter-Kosten
  • Ressourcenplanung
  • Partner-Vergütung

Zeit aber NICHT dem Mandanten in Rechnung stellen (Erfolgshonorar).

Auslagen (dem Mandanten in Rechnung):

Sachverständigenhonorare:     15.000 $
Gerichtsberichterstatter:     8.500 $
Dokumentenproduktion:         6.200 $
Reisen (Aussagen):            4.800 $
Gerichtsgebühren:            2.100 $
Recherche (Westlaw):          3.400 $
-----------------------------------------
Auslagen gesamt:             40.000 $
Verbleibendes Budget:        10.000 $

Client-Portal zeigt:

  • Auslagenverfolgung (nicht Anwaltszeit)
  • Matter-Fortschritt
  • Status Vergleichsverhandlungen
  • Geschätzte Erholungssumme
  • Auslagenerstattung bei Vergleich

Forderungsmanagement und DSO verbessern

DSO-Berechnung für Kanzleien

Formel Days Sales Outstanding:

DSO = (Forderungen aus Lieferung und Leistung / Gesamtumsatz) × Tage im Zeitraum

Beispiel:

Forderungen: 150.000 $
Monatsumsatz: 90.000 $
Tage: 30

DSO = (150.000 $ / 90.000 $) × 30 = 50 Tage

Branchenrichtwerte:

  • Kleine Kanzleien (<10 Anwälte): 75–120 Tage
  • Mittlere (10–50): 60–90 Tage
  • Große (50+): 45–75 Tage

Ziel: DSO unter 60 Tage

Strategien zur DSO-Senkung

Strategie 1: Echtzeit-Portal-Zugang

Umsetzung: Jedem Mandanten Portalzugang mit:

  • Laufender Zeiterfassung (wöchentlich)
  • Aktuellem Matter-Saldo
  • Fortschritt bis zum Abschluss
  • Budgetnutzung

Auswirkung:

  • Mandanten sind auf Rechnungsbeträge vorbereitet
  • Keine Überraschungsrechnungen
  • DSO-Reduktion: 15–30 Tage

Strategie 2: Zwischenabrechnung

Statt: Monat 1–3: Zeit sammeln Monat 4: Rechnung über 45.000 $ senden Mandant: Schock, zahlt spät

Besser:

Monat 1: Rechnung 12.000 $ (Zahlung bis Tag 30)
Monat 2: Rechnung 15.000 $ (Zahlung bis Tag 30)
Monat 3: Rechnung 18.000 $ (Zahlung bis Tag 30)

Vorteile:

  • Kleinere, handhabbare Rechnungen
  • Regelmäßiger Cashflow
  • Einfachere Budgetplanung für Mandanten
  • DSO-Reduktion: 20–40 Tage

Strategie 3: Online-Zahlung

Zahlung über Portal:

  • Kreditkarte (sofort)
  • ACH-Überweisung (1–2 Tage)
  • Krypto (für Tech-Mandanten, <2 Std.)

vs. traditionell:

  • Scheck-Ankunft (5–7 Tage)
  • Scheck-Einlösung (3–5 Tage)
  • Verzögerung gesamt: 8–12 Tage

DSO-Verbesserung: 8–12 Tage allein durch Zahlungsart

Strategie 4: Automatische Zahlungserinnerungen

Erinnerungsablauf:

Rechnungsdatum: 1. Dezember
Fälligkeit: 31. Dezember

Tag 20 (21. Dez.): „Freundliche Erinnerung, Fälligkeit in 10 Tagen“
Tag 31 (1. Jan.): „Fällig heute – online zahlen für schnellste Bearbeitung“
Tag 38 (8. Jan.): „Rechnung überfällig – bitte zahlen oder melden“
Tag 45 (15. Jan.): „Zweite Mahnung – bitte reagieren“

Auswirkung:

  • Weniger Verzögerung durch „Vergessen“
  • Professionelle Nachverfolgung ohne unangenehme Anrufe
  • DSO-Reduktion: 10–15 Tage

Strategie 5: Ratenzahlung bei hohen Rechnungen

Bei Rechnungen ab 50.000 $:

Gesamt: 50.000 $
Ratenplan:
- Rate 1: 20.000 $ (bei Rechnungsstellung)
- Rate 2: 15.000 $ (30 Tage)
- Rate 3: 15.000 $ (60 Tage)

Vorteile:

  • Für Mandanten leichter tragbar
  • Sofort Teil-Cashflow
  • Besser als 90+ Tage auf volle Zahlung warten
  • Weniger Forderungsprobleme

Beispiel-Dashboards für Kanzleien

Partner-Dashboard

PARTNER-DASHBOARD – Sarah Thompson

Dieser Monat:
Abrechenbare Stunden: 142,5 (Ziel: 150)
Abrechenbarer Betrag: 85.500 $
Auslastung: 71 % (Ziel: 75 %)
Matters: 12 aktiv

Top-Matters nach Zeit:
1. Patent-Litigation – TechCo (42,5 Std.)
2. M&A – StartupXYZ (28,3 Std.)
3. Arbeitsrecht – ClientA (19,7 Std.)

Budget-Hinweise:
⚠️ Nachlassplanung – Williams (92 % Budget genutzt)
⚠️ Vertragsprüfung – Acme (88 % Budget genutzt)

Noch nicht abgerechnete Zeit: 12.500 $ (rechnungsbereit)
Offene Forderungen: 45.000 $ (Ø Alter: 38 Tage)

Kanzlei-Administrator-Dashboard

FINANZ-DASHBOARD KANZLEI

Monats-Performance:
Abrechenbare Stunden gesamt: 580 Std.
Abgerechnet: 275.000 $
Durchschnittssatz: 474 $/Std.
Auslastung: 73 % (Ziel: 75 %)

Nach Praxisbereich:
Litigation:        245 Std. (142.000 $)
Corporate:         180 Std. (85.000 $)
Immobilien:        85 Std. (32.000 $)
Nachlassplanung:   70 Std. (16.000 $)

Forderungen:
Aktuell: 485.000 $
30–60 Tage: 180.000 $ (37 %)
60–90 Tage: 125.000 $ (26 %)
90+ Tage: 85.000 $ (17 %) ⚠️

DSO: 63 Tage (Ziel: <60)

Maßnahmen:
- Nachfassen bei Rechnungen 90+ Tage
- Ratenzahlung für hohe Salden prüfen
- Portal-Nutzung prüfen und verbessern (aktuell 58 %)

Mandanten-Erfolgs-Dashboard

MANDANTENBEZIEHUNG

Mandant: BigCorp Industries

Kennzahlen:
Matters: 4 aktiv, 12 abgeschlossen
Gesamtwert: 285.000 $ (gesamt)
Aktuelle Forderungen: 28.500 $
Ø DSO: 42 Tage ✅
Portal-Nutzung: Hoch (3×/Woche Login)

Zufriedenheitsindikatoren:
✅ Zahlt pünktlich
✅ Vermittelt weitere Mandanten
✅ Nutzt Portal aktiv
✅ Positives Feedback
⚠️ Kürzlich Budget-Bedenken bei Matter #4

Chancen:
- Weitere Matter-Typen zum Cross-Sell
- Mengenrabatt für Multi-Matter-Mandant prüfen
- Retainer für laufende Bedarfe prüfen

Umsetzungsfahrplan für Kanzleien

Monat 1: Grundaufbau

Woche 1: Systemkonfiguration

  • Kanzlei-Account anlegen
  • Anwälte und Mitarbeiter anlegen
  • Abrechnungssätze pro Anwalt konfigurieren
  • Zeiterfassung auf 6-Minuten-Intervalle stellen
  • Matter-Typen und Vorlagen anlegen

Woche 2: Erstes Matter-Pilot

  • 2–3 Matters für Pilot auswählen
  • Pro Matter ein Projekt anlegen
  • Budgets und Abrechnungsmodalitäten setzen
  • Anwälte in Zeiterfassung schulen
  • Zeiterfassung starten

Woche 3: Client-Portal-Pilot

  • Client-Portal für Pilot-Matters aktivieren
  • Mandanten ins Portal einladen
  • Sichtbarkeit für Mandanten konfigurieren
  • Mandanten in Portal-Nutzung schulen
  • Feedback einholen

Woche 4: Feinschliff

  • Einhaltung Zeiterfassung prüfen
  • Abläufe anhand Feedback anpassen
  • Portal-Einstellungen verfeinern
  • Best Practices dokumentieren

Monat 2: Kanzleiweiter Rollout

Woche 5–6: Alle aktiven Matters

  • Projekte für alle aktiven Matters anlegen
  • Historische Zeitdaten importieren (falls möglich)
  • Budgets für alle Matters setzen
  • Alle Anwälte im System schulen

Woche 7–8: Client-Portal-Ausweitung

  • Alle Mandanten ins Portal einladen
  • Schulungsunterlagen für Mandanten bereitstellen
  • Portal-Nutzung beobachten
  • Mandantenfragen beantworten

Monat 3: Optimierung

Woche 9–10: Prozessverbesserung

  • Zeiterfassungs-Compliance prüfen (Ziel: >95 %)
  • Budget vs. Ist bei abgeschlossenen Matters auswerten
  • Matter-Vorlagen optimieren
  • Abrechnungstexte verbessern

Woche 11–12: Finanzanalyse

  • DSO vor/nach Einführung berechnen
  • Zahlungsgeschwindigkeit über Portal messen
  • Zuvor durch schlechte Erfassung verlorenen Umsatz ermitteln
  • ROI dokumentieren

Best Practices für juristische Zeiterfassung

Do's

✅ Zeit zeitnah erfassen Erfassen Sie direkt bei der Tätigkeit, nicht am Tages-/Wochenende.

✅ Detaillierte Beschreibungen

Gut: „Prüfung der Klageabweisung des Beklagten; Recherche State v. zur standing-Frage; Entwurf Gliederung Erwiderung mit Fokus auf Zuständigkeit (3,5 Std.)“

Schlecht: „Rechtliche Recherche und Entwurf (3,5 Std.)“

✅ Alles Abrechenbare erfassen

  • Kurze E-Mails (6 Min. = 0,1 Std.)
  • Kurze Telefonate (12 Min. = 0,2 Std.)
  • Dokumentenprüfung zwischen Terminen
  • Reisezeit (wenn vereinbarungsgemäß abrechenbar)

✅ Abrechenbar von nicht abrechenbar trennen

Abrechenbar: Mandantenkommunikation, Recherche, Entwurf, Gerichtszeit
Nicht abrechenbar: Abrechnungsverwaltung, Fortbildung, Kanzleimeetings, Akquise

✅ Tätigungscodes einheitlich nutzen Einheitliche Codes über alle Matters für Auswertung und Berichte.

Don'ts

❌ Nicht am Tagesende erfassen Das Gedächtnis täuscht – Sie unterschätzen und verlieren abrechenbare Zeit.

❌ Keine vagen Beschreibungen „Am Fall gearbeitet“ rechtfertigt die Rechnung nicht und provoziert Streit.

❌ Unzusammenhängende Tätigkeiten nicht bündeln

Schlecht: „E-Mails und Anrufe (2,5 Std.)“
Gut: Getrennter Eintrag pro abrechenbarer Kommunikation

❌ Erfassung nicht vergessen Jede unerfasste 6-Minuten-Einheit = verlorener Umsatz.

❌ Privilegiertes Arbeitsprodukt nicht teilen Portal so konfigurieren, dass Anwaltsgeheimnis gewahrt bleibt.

Fazit: Moderne Kanzleiführung

Die Kanzleiführung hat sich jahrzehntelang kaum verändert – bis jetzt. Matter-basiertes Projektmanagement, strenge Zeiterfassung und Transparenz im Client-Portal verändern die Praxis in drei Dimensionen:

1. Umsatzrückgewinnung Zuvor verlorene Zeit zu erfassen bringt 10–15 % mehr Umsatz ohne Mehrarbeit. Bei einer 800.000-$-Kanzlei sind das 80.000–120.000 $ pro Jahr.

2. Besserer Cashflow Transparenz im Portal und Online-Zahlung senken den DSO von 90–120 auf 30–45 Tage. Das sind 60–75 Tage schnellerer Cashflow.

3. Stärkere Mandantenbeziehung Transparenz schafft Vertrauen. Mandanten verstehen, wofür sie zahlen, sehen den Fortschritt und haben seltener Abrechnungsstreit.

Die Zahlen:

Für eine 5-Anwälte-Kanzlei mit 1,2 Mio. $ Jahresumsatz:

  • Umsatzrückgewinnung (10 %): +120.000 $/Jahr
  • DSO-Verbesserung: 60 Tage schnellerer Cashflow
  • Weniger Mahnaufwand: −15.000 $/Jahr an Inkassokosten
  • Gesamtnutzen: über 135.000 $/Jahr

Implementierungsaufwand:

  • Aufbau: 20–30 Stunden über 3 Monate
  • Schulung: 10–15 Stunden
  • Investition gesamt: ca. 3.000 $ (Zeit)

ROI: 4.400 %

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  • Budget-Überwachung mit Hinweisen bei Matter-Budget-Caps
  • Client-Portal mit Zeit, Fortschritt und Rechnungen
  • Detaillierte Abrechnung mit Aufgabenbeschreibungen
  • Online-Zahlung per Kreditkarte, ACH oder Krypto
  • DSO-Tracking mit Forderungsanalysen
  • Auslagenverfolgung für Kostenerstattung
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