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Outreach-ROI: Einfaches Modell zur Pipeline-Zuordnung pro Kanal (mit Beispielen)

Oct 31, 2025

Outreach-ROI: Ein einfaches Modell zur Kanal-Zuordnung der Pipeline (mit Beispielen)

Sie verbringen Stunden auf LinkedIn, schicken E-Mails, führen Anrufe durch und posten auf Freelance-Plattformen. Aber welcher Kanal bringt tatsächlich Umsatz? Welche Aktivitäten verschwenden Zeit?

Die meisten Unternehmen können diese Fragen nicht beantworten, weil sie den Zusammenhang zwischen Outreach-Aufwand und Umsatzergebnissen nicht erfassen. Sie wissen, dass sie letzten Monat 500 LinkedIn-Nachrichten verschickt haben – aber nicht, ob daraus 0 $ oder 50.000 $ Umsatz wurden.

Dieser Artikel stellt ein einfaches Modell vor, um Outreach-ROI zu messen: Zeiterfassung plus CRM-Zuordnung. Sie lernen, die Kosten pro Lead pro Kanal zu berechnen, die Performance von Vertrieblern zu vergleichen und datenbasiert zu entscheiden, wo Sie Ihre Outreach-Kapazität einsetzen.

Warum Outreach-ROI schwer zu erfassen ist

Das Zuordnungsproblem

Klassisches Outreach-Tracking liefert Aktivitätsmetriken:

  • LinkedIn-Nachrichten: 500
  • E-Mails: 1.200
  • Anrufe: 150
  • Plattform-Angebote: 45

Es liefert aber keine Ergebnisse:

  • Welche Kanäle haben Leads generiert?
  • Was haben diese Leads gekostet?
  • Welche Leads wurden Kunden?
  • Welcher Umsatz kam aus welchem Kanal?

Ohne diese Verknüpfung agieren Sie im Blindflug.

Die unsichtbaren Zeitkosten

Auch wenn Sie Leads nach Quelle erfassen, ignorieren die meisten die Zeitkosten:

Szenario:

  • LinkedIn: 20 Leads pro Monat
  • Cold E-Mail: 15 Leads pro Monat

Was ist besser? Ohne folgende Infos unklar:

  • Wie viel Zeit floss in LinkedIn-Outreach?
  • Wie viel Zeit in E-Mail-Kampagnen?
  • Was sind die tatsächlichen Kosten pro Lead?

Realitätscheck:

  • LinkedIn: 40 Std. → 20 Leads = 2 Std. pro Lead
  • E-Mail: 10 Std. → 15 Leads = 0,67 Std. pro Lead

E-Mail ist etwa 3× effizienter – ohne Zeiterfassung würden Sie es nie erfahren.

Das Rätsel um die Rep-Performance

Ihr Team hat drei Vertriebler:

  • Sarah: 30 Leads diesen Monat
  • Mike: 25 Leads
  • Alex: 20 Leads

Sarah gewinnt also? Nicht unbedingt:

Mit ROI-Tracking:

  • Sarah: 30 Leads, 80 Std. Aufwand = 2,67 Std./Lead, 120 $/Lead
  • Mike: 25 Leads, 50 Std. = 2,0 Std./Lead, 90 $/Lead
  • Alex: 20 Leads, 30 Std. = 1,5 Std./Lead, 68 $/Lead

Alex ist trotz weniger Leads am effizientesten.

Das einfache ROI-Modell

Der Fünf-Schritte-Prozess

Schritt 1: Zeit für Outreach erfassen Stunden pro Outreach-Kanal erfassen

Schritt 2: Jeden Lead nach Quelle taggen Leads im CRM mit Herkunftskanal markieren

Schritt 3: Kosten pro Lead berechnen Zeitaufwand × Kosten pro Stunde / generierte Leads

Schritt 4: Lead-zu-Kunde-Conversion tracken Erfassen, welche Leads zu zahlenden Kunden werden

Schritt 5: Umsatz pro Kanal berechnen Kundenumsatz dem ursprünglichen Outreach-Kanal zuordnen

Die zentralen Metriken

Input (was Sie investieren):

  • Zeit pro Kanal (Stunden)
  • Kosten pro Stunde (Gehalt + Overhead)
  • Gesamtinvestition pro Kanal ($)

Output (was Sie bekommen):

  • Generierte Leads pro Kanal (Anzahl)
  • Gewonnene Kunden pro Kanal (Anzahl)
  • Umsatz pro Kanal ($)

Effizienz (ROI):

  • Kosten pro Lead ($)
  • Kosten pro Kunde ($)
  • Umsatz pro investierte Stunde ($)
  • ROI in Prozent (%)

Schritt 1: Zeit für Outreach erfassen

Zeiterfassung pro Kanal einrichten

Pro Outreach-Kanal eigene Zeiterfassungs-Projekte anlegen:

Kanal-Projekte:

📱 Outreach – LinkedIn
📧 Outreach – Cold E-Mail
📞 Outreach – Cold Calling
💼 Outreach – Upwork/Freelancer
🌐 Outreach – Weitere Plattformen

Aufgaben-Ebene: Pro Kanal-Projekt konkrete Aktivitäten erfassen:

  • Recherche und Prospektion
  • Nachrichten schreiben/verfassen
  • Versand und Gesprächsführung
  • Nachfassen und Beziehungsaufbau
  • Administration (Listen, CRM-Pflege)

Konsistent erfassen

Echtzeit-Erfassung: Timer starten, wenn Sie mit Outreach beginnen; stoppen beim Wechsel der Aufgabe.

Beispiel:

9:00 – Timer starten: „Outreach – LinkedIn“
9:00–9:30: Zielkontakte recherchieren (30 Min.)
9:30–10:15: Anfragen schreiben und senden (45 Min.)
10:15–10:45: Nachrichten beantworten (30 Min.)
10:45 – Timer stoppen
Gesamt: 1h 45 Min. für LinkedIn Outreach

Stapel-Erfassung: Falls Echtzeit nicht möglich, Zeit am Tagesende eintragen:

Outreach heute:
- 2 Std. LinkedIn-Prospektion
- 1 Std. E-Mail-Kampagne
- 45 Min. Follow-up-Anrufe

Mobile Erfassung: App oder Telegram-Bot unterwegs nutzen:

/track Outreach - LinkedIn
(30 Minuten arbeiten)
/stop

Wöchentliche Zeitauswertung

Wöchentlich prüfen, ob die Erfassung stimmt:

Wochenreport Outreach-Zeit:

Woche 6.–10. Nov.:

LinkedIn Outreach:      8,5 Std.
Cold E-Mail:            4,0 Std.
Cold Calling:           6,5 Std.
Plattform-Outreach:     3,0 Std.
-----------------------------------
Gesamt:                22,0 Std.

Fragen:

  • Entspricht das Ihrer Einschätzung, wohin die Zeit ging?
  • Erfassen Sie alle Outreach-Aktivitäten?
  • Gibt es versteckte Zeitfresser, die nicht erfasst werden?

Schritt 2: Leads nach Quelle taggen

Lead-Quellen-System anlegen

Bei Anlage von Kontakten im CRM die Outreach-Quelle vergeben:

Quellen-Tags:

  • LinkedIn Verbindungsanfrage
  • LinkedIn InMail
  • Cold E-Mail – Kampagne [Name]
  • Cold Call – Liste [Name]
  • Upwork-Angebot
  • Freelancer.com-Angebot
  • Empfehlung – [Quelle]
  • Website Inbound
  • Event/Messe
  • Sonstige

Umsetzung im CRM: Beim Anlegen eines Kontakts:

Kontakt: John Smith
Firma: Acme Corp
E-Mail: [email protected]
Quelle: LinkedIn Verbindungsanfrage
Quelldatum: 08.11.2024
Rep: Sarah Johnson

Quelle über den gesamten Lebenszyklus

Die Quellen-Markierung bleibt vom ersten Kontakt bis zum Kunden:

Kontakt → Lead → Opportunity → Kunde

So lässt sich Umsatz dem ursprünglichen Outreach zuordnen.

Beispielablauf:

Tag 1: LinkedIn-Anfrage (Quelle gesetzt)
Tag 3: Wird Lead (Quelle bleibt)
Tag 15: Deal in Pipeline (Quelle übernommen)
Tag 45: Wird Kunde – 5.000 $ MRR (Umsatz LinkedIn zugeordnet)

Multi-Touch-Zuordnung (fortgeschritten)

Bei komplexen Deals mit mehreren Touchpoints alle Berührungspunkte erfassen:

Einfaches Modell: First-Touch

  • Umsatz wird der ersten Outreach-Quelle zugerechnet

Erweitert: Multi-Touch

  • LinkedIn-Verbindung: 40 % Anteil
  • Follow-up-E-Mail: 30 % Anteil
  • Demo-Call: 30 % Anteil

Empfehlung: Zuerst First-Touch nutzen, bei genug Daten auf Multi-Touch erweitern.

Schritt 3: Kosten pro Lead berechnen

Formel Kosten pro Lead

Kosten pro Lead = (Zeitaufwand × Stundensatz) / generierte Leads

Beispiel:

  • Zeit LinkedIn: 20 Std.
  • Stundensatz Vertrieb: 45 $/Std.
  • Leads: 15
Kosten pro Lead = (20 Std. × 45 $) / 15 Leads
                = 900 $ / 15
                = 60 $ pro Lead

Stundensatz ermitteln

Methode 1: Gehaltsbasiert

Jahresgehalt: 75.000 $
+ Benefits (30 %): 22.500 $
+ Overhead (20 %): 15.000 $
= Gesamtkosten: 112.500 $

÷ Arbeitsstunden (2.080)
= 54 $/Std.

Methode 2: Vereinfacht Richtwerte:

  • Junior Rep: 35–45 $/Std.
  • Mid-Level: 45–65 $/Std.
  • Senior Rep: 65–95 $/Std.

Methode 3: Team-Durchschnitt Bei mehreren Reps: Durchschnittskosten des Teams

(Gesamtgehälter + Overhead) / Gesamtstunden

Pro Kanal berechnen

Kosten pro Lead pro Outreach-Kanal erfassen:

Beispiel November:

LinkedIn:
- Zeit: 32 Std.
- Kosten: 32 × 50 $ = 1.600 $
- Leads: 22
- Kosten/Lead: 73 $

Cold E-Mail:
- Zeit: 15 Std.
- Kosten: 15 × 50 $ = 750 $
- Leads: 18
- Kosten/Lead: 42 $

Cold Calling:
- Zeit: 25 Std.
- Kosten: 25 × 50 $ = 1.250 $
- Leads: 12
- Kosten/Lead: 104 $

Plattform-Outreach:
- Zeit: 10 Std.
- Kosten: 10 × 50 $ = 500 $
- Leads: 8
- Kosten/Lead: 63 $

Erkenntnisse:

  • Cold E-Mail am günstigsten (42 $/Lead)
  • Cold Calling am teuersten (104 $/Lead)
  • LinkedIn und Plattformen im Mittelfeld

Schritt 4: Lead-zu-Kunde-Conversion erfassen

Conversion-Rate pro Kanal

Nicht alle Leads sind gleich. Conversion von Lead zu Kunde messen:

Conversion-Tracking:

Kanal: LinkedIn
Leads: 22
Opportunities: 12 (55 % Conversion)
Kunden: 4 (33 % der Opportunities, 18 % der Leads)

Funnel pro Kanal:

LINKEDIN:
Outreach → Lead: 22
Lead → Opportunity: 12 (55 %)
Opportunity → Kunde: 4 (33 %)
Gesamt: 18 % Lead-zu-Kunde

COLD E-MAIL:
Outreach → Lead: 18
Lead → Opportunity: 8 (44 %)
Opportunity → Kunde: 3 (38 %)
Gesamt: 17 % Lead-zu-Kunde

COLD CALLING:
Outreach → Lead: 12
Lead → Opportunity: 8 (67 %)
Opportunity → Kunde: 3 (38 %)
Gesamt: 25 % Lead-zu-Kunde

Erkenntnis: Cold Calling liefert weniger Leads, aber höhere Conversion (25 % vs. 17–18 %).

Customer Acquisition Cost (CAC)

Kosten pro gewonnenen Kunden pro Kanal:

CAC = Kosten pro Lead / Lead-zu-Kunde-Conversion-Rate

Beispiel:

LinkedIn:
73 $/Lead / 18 % Conversion = 406 $ CAC

Cold E-Mail:
42 $/Lead / 17 % Conversion = 247 $ CAC

Cold Calling:
104 $/Lead / 25 % Conversion = 416 $ CAC

Trotz höherer Kosten pro Lead ist Cold Calling beim CAC wettbewerbsfähig wegen der höheren Conversion.

Im CRM abbilden

CRM so einrichten, dass dies automatisch getrackt wird:

Deal-Pipeline-Stufen:

1. Lead (aus Outreach)
2. Qualifiziert (erstes Gespräch)
3. Opportunity (Angebotsphase)
4. Kunde (gewonnen)

Automatisierte Metriken: Conversion pro Stufe und Quelle:

  • Quelle → Lead
  • Lead → Qualifiziert
  • Qualifiziert → Opportunity
  • Opportunity → Kunde

Schritt 5: Umsatz pro Kanal berechnen

Umsatz-Zuordnungsmodell

Gesamten Kundenumsatz der ursprünglichen Outreach-Quelle zuordnen:

Umsatz erstes Jahr:

Kunde: Acme Corp
Quelle: LinkedIn Verbindungsanfrage
Deal-Volumen: 10.000 $
Wert Jahr 1: 10.000 $
Zugeordnet: Kanal LinkedIn

Lifetime Value:

Kunde: Acme Corp
Quelle: LinkedIn
Monatlich wiederkehrend: 1.000 $
Erwartete Laufzeit: 36 Monate
LTV: 36.000 $
Zugeordnet: Kanal LinkedIn

ROI-Berechnung

ROI pro Kanal:

ROI = (Umsatz − Investition) / Investition × 100 %

Beispiel LinkedIn November:

Investition:
- Zeit: 32 Std. × 50 $ = 1.600 $

Erlös (erstes Jahr):
- 4 gewonnene Kunden
- Durchschnittlicher Deal: 8.000 $
- Gesamtumsatz: 32.000 $

ROI = (32.000 $ − 1.600 $) / 1.600 $ × 100 %
    = 30.400 $ / 1.600 $ × 100 %
    = 1.900 % ROI

Umsatz pro investierte Stunde

Weitere Metrik: Umsatz pro Outreach-Stunde:

Umsatz pro Stunde = Gesamtumsatz / investierte Stunden

Kanalvergleich:

LinkedIn:
32.000 $ Umsatz / 32 Std. = 1.000 $/Std.

Cold E-Mail:
24.000 $ Umsatz / 15 Std. = 1.600 $/Std.

Cold Calling:
30.000 $ Umsatz / 25 Std. = 1.200 $/Std.

Plattform-Outreach:
12.000 $ Umsatz / 10 Std. = 1.200 $/Std.

Erkenntnis: Cold E-Mail bringt den höchsten Umsatz pro Stunde (1.600 $/Std.), trotz moderater Kosten pro Lead.

Vertriebler-Performance vergleichen

Metriken pro Rep

Dieselben Kennzahlen pro Teammitglied erfassen:

Sarah:

Gesamtzeit: 80 Std.
Leads: 45
Kosten/Lead: 89 $ (80 × 50 $ / 45)
Kunden: 8
CAC: 500 $ (80 × 50 $ / 8)
Umsatz: 72.000 $
ROI: 1.700 %
Umsatz/Std.: 900 $

Mike:

Gesamtzeit: 65 Std.
Leads: 35
Kosten/Lead: 93 $
Kunden: 7
CAC: 464 $
Umsatz: 63.000 $
ROI: 1.840 %
Umsatz/Std.: 969 $

Alex:

Gesamtzeit: 50 Std.
Leads: 28
Kosten/Lead: 89 $
Kunden: 7
CAC: 357 $
Umsatz: 70.000 $
ROI: 2.700 %
Umsatz/Std.: 1.400 $

Erkenntnisse

Menge vs. Effizienz:

  • Sarah: meisten Leads (45), aber niedrigster Umsatz/Std. (900 $)
  • Alex: weniger Leads (28), höchster Umsatz/Std. (1.400 $)
  • Alex: niedrigster CAC (357 $) und höchster ROI (2.700 %)

Coaching:

  • Sarah: Fokus auf Lead-Qualität statt Menge
  • Mike: solide Performance, beibehalten
  • Alex: Best Practices im Team teilen

Kanal-Spezialisierung

Auswerten, welcher Rep in welchem Kanal am stärksten ist:

Performance pro Kanal:

LinkedIn:
- Sarah: 950 $/Std., 19 % Conversion
- Mike: 1.100 $/Std., 21 % Conversion
- Alex: 1.450 $/Std., 26 % Conversion
→ Alex: Stärke LinkedIn

Cold E-Mail:
- Sarah: 1.600 $/Std., 18 % Conversion
- Mike: 1.400 $/Std., 16 % Conversion
- Alex: 1.200 $/Std., 15 % Conversion
→ Sarah: Stärke E-Mail

Cold Calling:
- Sarah: 850 $/Std., 22 % Conversion
- Mike: 1.300 $/Std., 28 % Conversion
- Alex: 1.100 $/Std., 24 % Conversion
→ Mike: Stärke Anrufe

Strategische Zuordnung: Reps vor allem in den Kanälen einsetzen, in denen sie am effektivsten sind.

Praxisbeispiele pro Kanal

Beispiel 1: LinkedIn-Outreach-ROI

Unternehmen: B2B-SaaS, Vertrieb an Marketing-Leiter Rep: Jennifer Zeitraum: Ein Monat

Aktivität:

Woche 1–2: Prospektion und Recherche
- 200 Zielprofile identifiziert
- Zeit: 6 Std.

Woche 2–3: Verbindungsanfragen und Nachrichten
- 150 Anfragen (75 % Annahme)
- 112 personalisierte Erstnachrichten
- Zeit: 10 Std.

Woche 3–4: Gespräche und Nachfass
- 45 Gespräche gestartet
- 28 vertiefte Gespräche
- 15 qualifizierte Leads
- Zeit: 12 Std.

Gesamt: 28 Std.

Ergebnisse:

Leads: 15
Opportunities: 8 (53 % Conversion)
Kunden: 3 (38 % Opp-Conversion, 20 % Lead-Conversion)

Kosten:
- Zeit: 28 Std. × 55 $/Std. = 1.540 $
- Kosten/Lead: 103 $
- Kosten/Kunde: 513 $

Umsatz:
- 3 Kunden × 12.000 $ Ø = 36.000 $
- ROI: 2.238 %
- Umsatz/Std.: 1.286 $

Optimierung:

  • Annahmerate (75 %) gut
  • Nachricht-zu-Gespräch (40 %) ausbaufähig
  • Opportunity-zu-Kunde (38 %) sehr gut

Beispiel 2: Cold-E-Mail-Kampagne ROI

Unternehmen: Marketing-Agentur Rep: David Zeitraum: Ein Monat

Aktivität:

Woche 1: Listenaufbau und Recherche
- Liste mit 500 E-Commerce-Shops
- E-Mails verifiziert, Daten angereichert
- Zeit: 4 Std.

Woche 2: Kampagne einrichten und starten
- 5-E-Mail-Sequenz geschrieben
- Automatisierung eingerichtet
- Zeit: 3 Std.

Woche 3–4: Antworten bearbeiten
- 85 Antworten (17 % Reply-Rate)
- 42 positive Reaktionen
- 18 qualifizierte Leads
- Zeit: 6 Std.

Gesamt: 13 Std.

Ergebnisse:

Leads: 18
Opportunities: 9 (50 % Conversion)
Kunden: 4 (44 % Opp-Conversion, 22 % Lead-Conversion)

Kosten:
- Zeit: 13 Std. × 50 $/Std. = 650 $
- Kosten/Lead: 36 $
- Kosten/Kunde: 163 $

Umsatz:
- 4 Kunden × 5.000 $ Ø = 20.000 $
- ROI: 2.977 %
- Umsatz/Std.: 1.538 $

Optimierung:

  • 17 % Reply-Rate sehr gut (Branche ca. 8–12 %)
  • 50 % positiv zu qualifiziert ausbaufähig
  • Geringer Zeitaufwand = hohe Hebelwirkung

Beispiel 3: Cold-Calling-ROI

Unternehmen: Unternehmensberatung Rep: Marcus Zeitraum: Zwei Wochen

Aktivität:

Woche 1: Listen und Vorbereitung
- 100 Zielunternehmen identifiziert
- Entscheider recherchiert
- Gesprächsleitfäden vorbereitet
- Zeit: 3 Std.

Woche 2: Anruf-Kampagne
- 84 Anrufe (31 erreicht)
- 31 Gespräche
- 12 qualifizierte Leads
- Zeit: 14 Std.

Gesamt: 17 Std.

Ergebnisse:

Leads: 12
Opportunities: 9 (75 % Conversion)
Kunden: 4 (44 % Opp-Conversion, 33 % Lead-Conversion)

Kosten:
- Zeit: 17 Std. × 60 $/Std. = 1.020 $
- Kosten/Lead: 85 $
- Kosten/Kunde: 255 $

Umsatz:
- 4 Kunden × 15.000 $ Ø = 60.000 $
- ROI: 5.782 %
- Umsatz/Std.: 3.529 $

Optimierung:

  • Erreichbarkeit 37 % (31/84) gut
  • Gespräch zu qualifiziert 39 % (12/31) sehr gut
  • Lead-zu-Opportunity 75 % hervorragend
  • Hoher Umsatz/Std. trotz zeitintensiv

Beispiel 4: Plattform (Upwork) Outreach ROI

Unternehmen: Web-Entwicklungs-Agentur Rep: Lisa Zeitraum: Ein Monat

Aktivität:

Woche 1–4: Durchgängige Plattform-Aktivität
- 45 Stellenanzeigen gesichtet
- 22 Angebote abgegeben
- 15 Kundengespräche
- 8 Projekte gewonnen
- Zeit: 18 Std. (Angebote: 12 Std., Calls: 6 Std.)

Gesamt: 18 Std.

Ergebnisse:

Leads: 15 (Antwort-Gespräche)
Opportunities: 11 (73 % – hoch wegen Vorqualifizierung)
Kunden: 8 (73 % Opp-Conversion, 53 % Lead-Conversion)

Kosten:
- Zeit: 18 Std. × 45 $/Std. = 810 $
- Plattformgebühren: 150 $ (Upwork Connects)
- Gesamt: 960 $
- Kosten/Lead: 64 $
- Kosten/Kunde: 120 $

Umsatz:
- 8 Kunden × 4.500 $ Ø = 36.000 $
- Abzgl. Plattform (10 %): −3.600 $
- Netto: 32.400 $
- ROI: 3.275 %
- Umsatz/Std.: 1.800 $

Optimierung:

  • 22 Angebote → 15 Gespräche (68 %) gut
  • 53 % Lead-Conversion sehr hoch (Plattform-Vorqualifizierung)
  • Plattformgebühren für echten ROI einrechnen
  • Geringere Projektwerte, dafür höhere Conversion

Ihr Zuordnungs-Dashboard

Wichtige Metriken

Wochen-Dashboard:

=== OUTREACH-PERFORMANCE – Woche 6. Nov. ===

ZEITINVESTITION:
LinkedIn:        8,5 Std.
Cold E-Mail:     4,0 Std.
Cold Calling:    6,5 Std.
Plattform:       3,0 Std.
---
Gesamt:         22,0 Std.

LEADS:
LinkedIn:        6 Leads (71 $/Lead)
Cold E-Mail:     5 Leads (40 $/Lead)
Cold Calling:    4 Leads (81 $/Lead)
Plattform:       2 Leads (75 $/Lead)
---
Gesamt:         17 Leads (65 $ Ø/Lead)

OPPORTUNITIES:
LinkedIn:        3 (50 % Conv.)
Cold E-Mail:     2 (40 % Conv.)
Cold Calling:    3 (75 % Conv.)
Plattform:       2 (100 % Conv.)
---
Gesamt:         10 (59 % Conv.)

KUNDEN:
LinkedIn:        1
Cold E-Mail:     1
Cold Calling:    1
Plattform:       1
---
Gesamt:         4 Kunden (14.000 $ Gesamtwert)

ROI:
Investition:    1.100 $ (22 Std. × 50 $)
Umsatz:         14.000 $
ROI:            1.173 %
Umsatz/Std.:    636 $

Monatliche Trendauswertung

Performance im Monatsvergleich:

=== MONATLICHE TRENDS ===

                Okt     Nov     Änderung
LinkedIn:
  Zeit:         28h     32h     +14 %
  Leads:        18      22      +22 %
  Kosten/Lead:  78 $    73 $     −6 %
  Kunden:       3       4       +33 %
  Umsatz:       24k $   32k $   +33 %

Cold E-Mail:
  Zeit:         12h     15h     +25 %
  Leads:        14      18      +29 %
  Kosten/Lead:  43 $    42 $     −2 %
  Kunden:       2       3       +50 %
  Umsatz:       16k $   24k $   +50 %

Cold Calling:
  Zeit:         22h     25h     +14 %
  Leads:        10      12      +20 %
  Kosten/Lead:  110 $   104 $    −5 %
  Kunden:       2       3       +50 %
  Umsatz:       20k $   30k $   +50 %

Automatisierte Reports einrichten

CRM:

  1. Benutzerdefiniertes Feld „Lead-Quelle“ anlegen
  2. Bei Kontakterstellung Pflichtfeld setzen
  3. Deal-Pipeline so einrichten, dass Quelle erhalten bleibt
  4. Berichte nach Quelle filtern

Zeiterfassung:

  1. Projekt pro Outreach-Kanal anlegen
  2. Alle Outreach-Zeit diesen Projekten zuordnen
  3. Zeit-Reports nach Projekt gruppieren
  4. Export für ROI-Berechnungen

Automatische Reports: Wöchentlich/monatlich: Zeit pro Kanal, Leads pro Quelle, Conversion pro Quelle, Umsatz pro ursprünglicher Quelle, ROI pro Kanal.

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Fehler 1: Zeit nicht konsequent erfassen

Problem: Zeit vergessen zu erfassen, Stunden nachträglich schätzen, uneinheitliche Erfassung.

Folge: Falsche Kostenrechnung, effiziente Kanäle nicht erkennbar.

Lösung:

  • Zeiterfassung zur Gewohnheit machen (Arbeit = Timer starten)
  • Mobile App unterwegs nutzen
  • Täglich prüfen, ob Einträge fehlen
  • Erinnerungen für Zeiterfassung setzen

Fehler 2: Lead-Quellen nicht taggen

Problem: Leads im CRM anlegen ohne Quellen-Angabe.

Folge: Umsatz nicht zurechenbar, ROI nicht berechenbar.

Lösung:

  • Quellen-Feld im CRM als Pflichtfeld
  • Dropdown mit festen Quellen (kein Freitext)
  • Team für Quellen-Tagging schulen
  • Wöchentlich CRM auf fehlende Tags prüfen

Fehler 3: Nur Aktivitätsmetriken tracken

Problem: „LinkedIn-Nachrichten verschickt“ statt „Umsatz aus LinkedIn“ messen.

Folge: Optimierung auf Aktivität, nicht auf Ergebnisse.

Lösung:

  • Vollständigen Funnel erfassen: Aktivität → Leads → Kunden → Umsatz
  • Fokus auf Ergebnis-Metriken (Umsatz, ROI), nicht nur Input
  • Effizienz (Umsatz/Std.) vergleichen, nicht nur Volumen

Fehler 4: Lead-Qualität ignorieren

Problem: Alle Leads gleich behandeln, unabhängig von Conversion und Deal-Größe.

Folge: Optimierung auf Kanäle mit geringer Lead-Qualität möglich.

Lösung:

  • Conversion-Rate pro Quelle tracken
  • Durchschnittliche Deal-Größe pro Quelle
  • Customer Lifetime Value pro Quelle
  • Gewichtetes Scoring (Qualität × Menge)

Fehler 5: Zu kurzer Zeithorizont

Problem: Kanal-ROI nach einer Woche oder einem Monat beurteilen.

Folge: Lange Sales-Zyklen übersehen, Kanäle zu früh aufgeben.

Lösung:

  • 3–6 Monate für aussagekräftige Daten einplanen
  • Frühindikatoren tracken (Meetings, Angebote)
  • Typische Zykluslänge berücksichtigen
  • Kanäle nicht vorschnell aufgeben

Fehler 6: Ungleicher Vergleich

Problem: Etablierten Kanal (12 Monate Daten) mit neuem Kanal (1 Monat) vergleichen.

Folge: Verzerrter Vergleich, falsche Entscheidungen.

Lösung:

  • Vergleichbare Zeiträume nutzen
  • Anlaufzeit bei neuen Kanälen einkalkulieren
  • Trends betrachten, nicht nur Momentaufnahmen
  • Nach Erfahrung und Optimierungsgrad normalisieren

30-Tage-Umsetzungsplan

Woche 1: Tracking-Infrastruktur

Tag 1–2: Zeiterfassung

  • Outreach-Kanal-Projekte anlegen
  • Mobile App einrichten
  • Team über Bedeutung der Zeiterfassung informieren
  • Ablauf testen

Tag 3–4: CRM-Konfiguration

  • Feld „Lead-Quelle“ anlegen
  • Dropdown-Optionen für Quellen erstellen
  • Feld als Pflichtfeld setzen
  • Team im Tagging schulen

Tag 5–7: Basisdaten

  • Zeit konsequent erfassen
  • Alle neuen Leads mit Quelle taggen
  • Erste Woche auswerten
  • Ablauf anpassen

Woche 2: Historische Daten

Tag 8–10: Vergangene Leads

  • Leads der letzten 90 Tage prüfen
  • Quellen-Tags ergänzen, wo bekannt
  • Muster dokumentieren
  • Erste Metriken berechnen

Tag 11–14: Kostenberechnung

  • Stundensatz pro Rep festlegen
  • Zeitaufwand pro Kanal (letzter Monat) berechnen
  • Kosten pro Lead pro Kanal
  • Basis-Dashboard anlegen

Woche 3: Umsatz-Zuordnung

Tag 15–17: Kunden-Quellen

  • Alle Kunden der letzten 6 Monate prüfen
  • Ursprünglicher Lead-Quelle zuordnen
  • Umsatz pro Kanal berechnen
  • Lücken identifizieren

Tag 18–21: ROI-Berechnung

  • ROI pro Kanal berechnen
  • Umsatz pro Stunde pro Kanal
  • Rep-Performance vergleichen
  • Erste Erkenntnisse festhalten

Woche 4: Optimierung und Automatisierung

Tag 22–24: Report-Automatisierung

  • Wöchentliche Zeit-Reports einrichten
  • CRM-Dashboards nach Quelle anlegen
  • Automatische Reports planen
  • Dashboards mit Team teilen

Tag 25–28: Erste Optimierungen

  • Ergebnisse mit Team besprechen
  • Niedrig-ROI-Aktivitäten reduzieren
  • Hoch-ROI-Aktivitäten ausbauen
  • Kanal-Allokationsziele setzen

Tag 29–30: Prozess verfeinern

  • SOPs für Tracking dokumentieren
  • Schulungsunterlagen erstellen
  • Wöchentliche Reviews terminieren
  • 90-Tage-Ziele pro Kanal setzen

ROI-Daten für Entscheidungen nutzen

Szenario 1: Kanal-Allokation

Daten:

LinkedIn: 1.000 $/Std. Umsatz, 18 % Conversion
Cold E-Mail: 1.600 $/Std., 17 % Conversion
Cold Calling: 1.200 $/Std., 25 % Conversion

Entscheidung: Zeit umverteilen:

  • Cold E-Mail ausbauen (höchster Umsatz/Std.)
  • Cold Calling beibehalten (höchste Conversion)
  • LinkedIn reduzieren (niedrigster Umsatz/Std.)

Neue Verteilung:

Vorher: 40 % LinkedIn, 30 % E-Mail, 30 % Calling
Neu: 25 % LinkedIn, 45 % E-Mail, 30 % Calling

Szenario 2: Rep-Spezialisierung

Daten:

Sarah: Stärke E-Mail (1.600 $/Std.)
Mike: Stärke Calling (1.300 $/Std.)
Alex: Stärke LinkedIn (1.450 $/Std.)

Entscheidung:

  • Sarah: 60 % Zeit auf E-Mail-Kampagnen
  • Mike: 60 % auf Cold Calling
  • Alex: 60 % auf LinkedIn
  • Alle: 40 % auf zweite Kanäle

Erwarteter Effekt: 20–30 % bessere Team-Effizienz durch Fokus auf Stärken.

Szenario 3: Budget-Begründung

Daten:

Aktuell: 2 Vertriebler
Investition: 160 Std./Monat × 50 $ = 8.000 $
Umsatz: 120.000 $/Monat
ROI: 1.400 %

Vorschlag: Dritten Vertriebler einstellen

Prognose:

Neu: 3 Vertriebler
Investition: 240 Std./Monat × 50 $ = 12.000 $
Prognose Umsatz: 180.000 $/Monat (konservativ)
Prognose ROI: 1.400 %
Zusätzlicher Gewinn: 56.000 $/Monat

ROI-Daten zur Begründung des Personalaufbaus nutzen.

Szenario 4: Kanal-Test

Hypothese: Podcast-Outreach könnte für unsere Zielgruppe passen.

Testplan:

Investition: 20 Std. über 30 Tage
Erwartete Kosten: 1.000 $
Break-Even: 1 Kunde (10.000 $ Ø)
Erfolg: 2+ Kunden (20.000 $+)

Entscheidungslogik:

  • <1 Kunde: Kanal aufgeben
  • 1 Kunde: Break-even, länger testen
  • 2+ Kunden: Investition skalieren

Fazit: Von der Vermutung zur datenbasierten Outreach-Strategie

Outreach-ROI zu tracken macht Vertrieb planbar. Mit Zeiterfassung und CRM-Zuordnung können Sie:

Kritische Fragen beantworten:

  • Welche Kanäle bringen den meisten Umsatz?
  • Was kostet ein Kunde wirklich?
  • Welche Vertriebler sind am effizientesten?
  • Wohin mehr Zeit investieren?
  • Welche Aktivitäten streichen?

Bessere Entscheidungen treffen:

  • Zeit in Kanäle mit höchstem ROI legen
  • Reps nach Stärken einsetzen
  • Personal- und Budgetwünsche mit Daten untermauern
  • Neue Kanäle mit klaren Erfolgskriterien testen
  • Auf Basis von Daten optimieren, nicht nach Bauchgefühl

Performance steigern:

  • 20–30 % Effizienz durch Kanal-Optimierung
  • 15–25 % durch Rep-Spezialisierung
  • 10–40 % Kostensenkung durch Abbau von Low-ROI-Aktivitäten
  • 2–3× ROI-Steigerung in 6–12 Monaten möglich

Kernaussage: Was Sie nicht messen, können Sie nicht verbessern. Fangen Sie heute mit Outreach-ROI-Tracking an – in 90 Tagen haben Sie die Daten für deutlich bessere Entscheidungen über den Einsatz Ihrer Vertriebszeit.

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